Tachosignal und ABS Störung

Die K 1200 R im allgemeinen.

Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon AndreasUN » 09.04.2018, 21:04

Hallo zusammen,

Habe gestern meine K1200R, Bj. 2005, zum ersten Mal dieses Jahr ausgeführt ;-). Folgendes Problem habe ich festgestellt. Mitten während der Fahrt fiel das Tachosignal aus und das ABS ging auf Störung. Nachdem ich die Zündung ausgeschaltet und neu gestartet habe, lief alles wieder normal. Das ganze passierte mir mehrmals. Ich hatte das Problem auch bereit vorletztes Jahr. Letztes Jahr lief sie ganz normal. Der Freundliche hat mir bei der Inspektion gesagt, dass evtl. der Druckmodulator defekt sei. Es kommt mir allerdings komisch vor, dass das Tachosignal ausfällt (also Tacho zeigt 0 km/h). Hat jemand dieses Problem auch schon mal gehabt und kann mir Tips geben. Den Druckmodulator auf Verdacht zu tauschen wäre ein teures Vergnügen (1700 €). Für eure Hilfe danke ich euch schon mal.

DLZG
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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon ivmitis » 09.04.2018, 21:26

Endantrieb checken. (Öl auf Späne)


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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon LohriS » 09.04.2018, 22:55

Der Tacho fällt aus; koinzident das ABS. Der Tacho wird nicht wegen des ABS ausfallen, also sollte es nicht am Druckmodulator liegen.
Zögere nicht, denn den Ausgang kennst du erst danach
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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon Chucky1978 » 10.04.2018, 05:13

Den ABS-Sensor mal prüfen.

Beschädigungen wie Kabelbruch, oder Kontaktprobleme an den Steckverbindungen.
Signale seitens Induktivgeber auf Plausibilität prüfen.

Wenn das alles nichts ergeben hat bleibt leider als nächstes das ABS-Steuergerät, welches die Signale vom Radsensor empfängt.

Späne im Öl klingt erst mal vielleicht plausibel, aber praktisch müssen ein Haufen Späne am Sensor anliegen, damit dieser kein Signal mehr ausgibt. Da wäre ein defekter Sensor, Kabel oder Sensorring wahrscheinlicher.

Als sich mein HAG zerlegt hat, waren da extremst viele Späne dran, und das führte nicht zum Sensorausfall.
Möglich ist es, und auch nur mittels lösen einer Schraube nachprüfbar.. Aber allzu groß würde ich die Hoffnung drauf nicht legen.
Gruß Ingo
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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon Meister Lampe » 10.04.2018, 09:55

ivmitis hat geschrieben:Endantrieb checken. (Öl auf Späne)


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Genau Micha du kennst es selber , geht der Endantrieb kaputt und bilden sich viel Späne , bekommt das Tachosignal keine verwertbaren Signale mehr und das ABS ebenfalls , es kann der Endantrieb sein , einfach mal öffnen und Oel ablassen ... winkG

Als erstes aber mal Fehler auslesen ... winkG

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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon Vessi » 10.04.2018, 11:30

nix späne....

wären da späne, würde der tacho wild rumzucken...
vermute eher, das der sensor defekt ist oder einen kabelbruch hat...
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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon ivmitis » 10.04.2018, 18:36

Nee, Hans nach kurzem zucken war der Tacho mausetot...

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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon Vessi » 10.04.2018, 18:58

ivmitis hat geschrieben:Nee, Hans nach kurzem zucken war der Tacho mausetot...

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wenn der tacho tot ist, bekommt er keine signale mehr vom sensor...
das hat nix mit späne vom endantrieb zu tun...
späne würden zusätzliche impulse beim sensor auslösen,
und dadurch würde die angezeigte geschwindigkeit schwanken...
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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon Duese » 10.04.2018, 20:15

Bei mir Tacho ohne Anzeige und es lag am abgesoffenen Stecker zum Kurbelwellensensor (rechte Motorseite), da muss man erst mal drauf kommen. Trocken gelegt und den Stecker andersrum befestigt, damit er nicht wieder irgendwann voll Wasser läuft.

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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon ivmitis » 10.04.2018, 20:32

Vessi hat geschrieben:
ivmitis hat geschrieben:Nee, Hans nach kurzem zucken war der Tacho mausetot...

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wenn der tacho tot ist, bekommt er keine signale mehr vom sensor...
das hat nix mit späne vom endantrieb zu tun...
späne würden zusätzliche impulse beim sensor auslösen,
und dadurch würde die angezeigte geschwindigkeit schwanken...
Nun da der Endantrieb zerbröselt war, hatte es wohl den Sensor mit zerlegt. Nach alles neu ging auch der Tacho wieder.

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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon Pascher » 10.04.2018, 21:29

Hallo
Es ist ein Hallgeber, kein Induktivgeber.
Das Signal geht auf das ABS.
Das ABS legt das Speedsignal auf den CAN-Bus.
Das Instrumentenkombi empfängt über den CAN-Bus das Speedsignal und zeigt die Geschwindigkeit an.
Im Fehlerspeicher des ABS kann man die genaue Fehlerursache auslesen.
Auch in den anderen Steuergeräten wird das Speedsignal verwendet.
Im Kombi kann man mit dem Tester die Geschwindigkeitsanzeige simulieren.
LG
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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon AndreasUN » 11.04.2018, 11:29

Erst einmal Danke für die vielen Antworten und Tips. Irgendwie hatte ich keine Nachrichten über eingehende Antworten bekommen.

Den Endantrieb schließe ich erst einmal aus, da bei der Inspektion die Flüssigkeiten gewechselt wurden und vom Freundlichen auch der Geber gecheckt wurde. Er sagte mir, dass keine Späne zu erkennen waren.

Kann das Problem vielleicht auch mit der Spannungsversorgung zu tun haben? Habe letztes Jahr eine neue Batterie verbaut und danach keine Probleme mehr gehabt. Diesen Winter hatte ich das Ladegerät angeschlossen und es zeigte mir nach ein Paar Tagen „Batterie defekt“ an. Habe dann fremd gestartet und später die Batterie nochmal an das Ladegerät gehangen. Da war dann nach ein paaar Stunden alles ok.

Wenn ich das richtig verstanden habe geht das Tachosignal auf das ABS-Steuergerät und von dort aus auf den Tacho? Dann wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben als zum Freundlichen zu fahren und den Fehlerspeicher nochmals auslesen zu lassen.
LG
Andreas
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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon AndreasUN » 11.04.2018, 11:32

Duese hat geschrieben:Bei mir Tacho ohne Anzeige und es lag am abgesoffenen Stecker zum Kurbelwellensensor (rechte Motorseite), da muss man erst mal drauf kommen. Trocken gelegt und den Stecker andersrum befestigt, damit er nicht wieder irgendwann voll Wasser läuft.

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Gab es da auch eine ABS-Störung? Wo finde ich den Stecker?
LG
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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon Chucky1978 » 11.04.2018, 12:01

AndreasUN hat geschrieben:Den Endantrieb schließe ich erst einmal aus, da bei der Inspektion die Flüssigkeiten gewechselt wurden und vom Freundlichen auch der Geber gecheckt wurde. Er sagte mir, dass keine Späne zu erkennen waren.


Hat er nur eine Sichtprüfung gemacht, oder tatsächlich die Daten kontrolliert?
Der Geber wird eh meist demontiert zum befüllen des HAG. Der optische Eindruck des Sensors gibt jedoch keinen Aufschluss auf dessen Funktion. Aber bevor ich die Arbeit der Werkstatt in frage stelle gehe ich einfach mal davon aus, das er soweit geprüft hatte, das er tatsächlich den Fehler beim ABS-Steuergerät nicht ohne Grund genannt hat.

AndreasUN hat geschrieben:Kann das Problem vielleicht auch mit der Spannungsversorgung zu tun haben? Habe letztes Jahr eine neue Batterie verbaut und danach keine Probleme mehr gehabt. Diesen Winter hatte ich das Ladegerät angeschlossen und es zeigte mir nach ein Paar Tagen „Batterie defekt“ an. Habe dann fremd gestartet und später die Batterie nochmal an das Ladegerät gehangen. Da war dann nach ein paaar Stunden alles ok.


Ja durchaus. Ein ABS-Fehler wäre die Folge, das jedoch der Tacho ausfällt glaube ich mal nicht. Aber glauben ist nicht wissen.
Eine defekte oder entladene Batterie wäre aber indem Fall auch im Fehlerspeicher hinterlegt wenn es Auswirkungen aufs ABS hat. Sprich da würde was kommen wie Unterspannung usw.

AndreasUN hat geschrieben:Wenn ich das richtig verstanden habe geht das Tachosignal auf das ABS-Steuergerät und von dort aus auf den Tacho?


Genauso sieht es aus.
Aber Elektronik/Elektrik sei Dank kann ein Fehler am Tacho auch andere Ursachen haben. Der Geschwindigkeitsgeber, hier der Raddrehzahlsensor, kann auch nichts haben, und am ende ist es ein Kurzschluss irgendwo in der Elektronik. So könnte es tatsächlich sein, das ein "Kurzer" in einem Sensor der im Grunde nichts mit der Geschwindigkeitsanzeige direkt zu tun hat, einen Kurzschluss verursacht, und die einzige Gemeinsamkeit des Aktors und des Sensors die gemeinsame Masse ist.

Am ende bleibt nur eine wirkliche Fehlersuche, die in deinem Fall wohl nur die Werkstatt leisten kann.
Wenn Pascher recht damit hat, das es sich beim Drehzahlsensor der K1200 um einen aktiven Sensor handelt, oder ich recht der Annahme bin, das es ein passiver Sensor ist, gestaltet sich die Prüfung des Sensors etwas anders, aber die Fehlersuche bleibt gleich.
Na nicht wirklich. Hier indem Fall gehen "wir" von hinten nach vorn. Effektiver ist es meist, vom Aktor, also dem Tacho Richtung Sensor zu gehen. Dann findet man solche Fehler wie einen hier genannten möglichen "abgesoffenen" Kurbenwellensensor schneller.
Wobei ich der Meinung bin, das ein angeschlossener Tester genau solche Fehler schneller entdeckt, als ein Schrauber die Verkleidung abbauen kann.

AndreasUN hat geschrieben:Gab es da auch eine ABS-Störung? Wo finde ich den Stecker?

Der Kurbelwellensensor hat mit der Geschwindigkeitsanzeige jetzt mal nichts zu tun (wohl aber mit der Drehzahlanzeige), aber ein abgesoffener Stecker, der einen Kurzen verursacht, kann da Kurbelwellensensor und Nockenwellensensor die Signale mehr oder minder an den Tacho weiterleiten hier Probleme bereiten, und der Kurzschluss kann zudem zu einem Spannungsdrop führen, der dem ABS eine Unterspannung diagnostiziert.
Also ja. die Sensoren sind meist irgendwie doch irgendwo miteinander verbunden.

Der Sensor befindet sich wie der Name sagt an der Kurbelwelle. Genauer beim Krümmerbogen vorne am Motor. zu erkennen an dem schwarzen Kabel, welches am Motorblock hoch Richtung Airbox verläuft (Fahrtrichtung rechts).

Der Nockenwellensensor sitzt auch rechts, aber um hier ran zu kommen, muss Tank, Ansaugbrücke alles weg.

Daher ist es besser den tester dran zu hängen, und die Echtzeitdaten der Sensoren zu prüfen, bevor man die Kiste zerlegt
Gruß Ingo
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Re: Tachosignal und ABS Störung

Beitragvon AndreasUN » 11.04.2018, 13:18

Lieber Ingo,

Vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen. Ich werde dann wohl mal nach BMW Düsen und den Fehlerspeicher auslesen lassen. Vielleicht findet sich ja eine Erklärung, ohne gleich den Druckmodulator auszutauschen.
LG
Andreas
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