Bremsverhalten bei der K 12 S

Die Technik im Besonderen.

Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon Wolbi » 09.05.2015, 20:57

Hallo zusammen,
ich war heute mit meiner K unterwegs. :D
Beim Fahren ist mir etwas aufgefallen, wo ich aber nicht weiß, ob das so ist oder nicht.
Wenn ich Bremse, was ja nicht oft vorkommt winkG , und den Bremshebel / Fussbremse ziehe / drücke, dauert es gefühlt eine Sekunde bis die K bremst.
Die Bremsleistung setzt dann sehr stark ein. Sie lässt sich dann aber doch wiederum gut dosieren.
Es wird aber kein Fehler angezeigt.

Kennt Ihr auch dieses Verhalten oder stimmt da möglicherweise etwas nicht.

Ich vermute Luft im System.
Könnt Ihr mir beim paar Tipps oder Anhaltspunkte geben?
Danke
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Bremsverhalten bei der K 12 S

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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon MarcGT » 09.05.2015, 21:35

Das ist wohl definitiv nicht in Ordnung und ich denke auch gefährlich. Bremswirkung muss sofort einsetzen, also ab zum freundlichen - am besten auf dem Anhänger..
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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon bigsmartchopper » 09.05.2015, 22:17

Da kann was nicht stimmen. Normalerweise geht die K in dieser Fahrsituation sofort "voll in den Anker", dass Dir das Essen hoch kommt. Den Rest erledigt das ABS.


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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon Chucky1978 » 09.05.2015, 23:48

Teste mal ob die Bremsunterstützung (wenn mit BKV) richtig anspringt. Evtl. ist der Kontaktschalter am Griff verstellt.

Also Zündung an.
Bremshebel langsam ziehen bis das ABS-Modul anfängt zu arbeiten. Das sollte anfangen zu arbeiten, noch vor, oder spätestens im gleichen Moment, bevor der Mikroschalter am Bremshebel klickt bzw. das Bremslicht angeht.

Das wäre das einzigste was mir auf die schnelle einfällt was man so in der Garage testen kann, wenn es das nicht ist -> ab in die Werkstatt Bremstest machen lassen.

Edit: Wenn du am Bremslichtschalter rumstellst, schalte nicht nicht die Zündung aus und wieder ein, wenn der Schalter nicht wirklich richtig befestigt ist bzw richtig vom Bremsgriff betätigt wird.
Auch wenn dir das BKV-Geräusch auf den Keks geht und du den Schalter nicht rein gefummelt bekommst.
Wenn das ABS-Modul durch den gelösten Mikroschalter aktiviert wird, jedoch kein Druck im System besteht durch nicht betätigtem Bremshebel, aber mehrmals (weil man evtl. mehrmal Zündung ein und auschaltet weil man den Schalter nicht richtig montiert hat) hat man nicht nur einen Fehlercode im Speicher, sondern wenns "öfters" schief läuft auch ein Blinkendes ABS-Symbol im Tacho, was dann unter umständen nur noch erlischt wenn der Fehlerspeicher gelöscht wird... Und in der Regel ist ein System was mit einer roten Leuchte quittiert wird vom System deaktiviert. War bei meinen Umbauten vom Lenker, Griffen usw zumindest so. Ich brauche auch jedesmal 2 oder 3 Anläufe bis der Mikroschalter richtig drin sitzt. Manchmal je nach Griff muss man den Mikroschalterkontakt auch schon mal "leicht" biegen, damit man das gewünschte Ergebnis bekommt, bei originalen Griffen sollte das jedoch nicht nötig sein. War für mich halt immer Ärgerlich, da das hochfahren des Diagnose-PCs immer länger dauert um die Fehlerspeicher zu löschen, als das eigentliche umbauen der Griffe usw. ;-)
Gruß Ingo
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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon bigsmartchopper » 10.05.2015, 06:31

@Chucky
Das setzt voraus, dass er noch so eine alte "Möhre" mit BKV-ABS fährt. Die neueren K haben keinen BKV mehr.


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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon Roadrunner72 » 10.05.2015, 10:19

Da schließe ich mich an, das ist kein normales Verhalten. Sofort zum nächsten Händler und checken lassen.
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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon Chucky1978 » 10.05.2015, 10:23

bigsmartchopper hat geschrieben:@Chucky
Das setzt voraus, dass er noch so eine alte "Möhre" mit BKV-ABS fährt. Die neueren K haben keinen BKV mehr.


Chucky1978 hat geschrieben:Teste mal ob die Bremsunterstützung (wenn mit BKV) richtig anspringt. Evtl. ist der Kontaktschalter am Griff verstellt.


winkG
Gruß Ingo
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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon Siegerländer » 10.05.2015, 14:25

Hi Wolbi, meine "Möhre" s.u. hat sowas nicht, also zum :)
Grüsse
Uli
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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon Wolbi » 10.05.2015, 19:32

Chucky1978 hat geschrieben:Teste mal ob die Bremsunterstützung (wenn mit BKV) richtig anspringt. Evtl. ist der Kontaktschalter am Griff verstellt.

Also Zündung an.
Bremshebel langsam ziehen bis das ABS-Modul anfängt zu arbeiten. Das sollte anfangen zu arbeiten, noch vor, oder spätestens im gleichen Moment, bevor der Mikroschalter am Bremshebel klickt bzw. das Bremslicht angeht.


Hallo Chucky 1978,

ich haben den Test gerade mal gemacht.
Wenn ich die Bremse betätige schaltet sich nach ca. 1mm das Modul zeitgleich mit dem Rücklicht an.
Die ist bei der Hand sowie der Fußbremse der Fall.

Die Bremse selbst geht aber noch nicht. Bedeutet, das ich die K weiter schieben kann ohne das die Bremse greift.
Ziehe ich den Hebel weiter an verändert sich das Summen des Moduls. Vermutlich wird dann der Druck richtig aufgebaut.

Ich habe vor kurzem vom Händler, wo ich die K gekauft habe, ein neu/gebrauchtes Modul eingebaut bekommen.
Die Reperatur hat schlappe 9 Wochen gedauert........ nogo
Ich vermute mal, das beim zusammenbauen oder einstellen was falsch gemacht wurde.

Werde mal den freundlichen :D aufsuchen..........
Gruß
Wolbi
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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon Wolbi » 10.05.2015, 19:34

bigsmartchopper hat geschrieben:Das setzt voraus, dass er noch so eine alte "Möhre" mit BKV-ABS fährt. Die neueren K haben keinen BKV mehr.


Meine alte Möhre ist von 06.2006.
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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon bigsmartchopper » 10.05.2015, 21:05

lieber Wolbi, Deine schöne Maschine hat noch den BKV. Das "end of date" für das ABS in Deinem Motorrad ist 2006/08:
Bild

Danach wurde die Variante ohne dieses hinterlistige Bauteil verwandt.


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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon Chucky1978 » 11.05.2015, 00:44

@Wolbi

Evtl. hast du nur ein Einstellungsproblem.

Der BKV sollte schon im Idealfall VOR aktivieren des Mikroschalters anlaufen (Durch den Druckaufbau der Bremspumpe am Lenker). Der Mikroschalter aktiviert jedoch AUCH den BKV sowie das Bremslicht(in meinen Augen eine Art Sicherheitsfeature wenn man das so nenne mag) Das einstellen kann fummelig werden, aber was man auch noch testen sollte, da bei dir der BKV anspringt durch den Mikroschalter.. Schalter ausbauen und gedrückt halten, also das der BKV
NICHT aktiviert ist. Nun einfach den Bremsgriff ziehen... der BKV muss auch alleine durch den Bremsdruckaufbau anlaufen. Tut er das nicht, hast du ein wirkliches Problem...höchstwahrscheinlich mit dem ABS-Steuergerät. Aber das hofft man ja nicht.

Sobald der BKV "anläuft", wird die Bremse noch nicht geschlossen.. also das man die Kiste dann noch schieben kann ist also normal und gewollt. Erst das "andere" Geräusch der Pumpen deutet auf
einen erhöhten Druckaufbau hin. Salopp gesagt ist es ein kleiner Vorlauf des Systems, damit auch die Bremse schneller reagiert. Wenn der BKV erst am Bremsdruckpunkt erstmal anfängt zu arbeiten kommt es natürlich zu einer
kleinen Verzögerung bis dann erstmal die Pumpe anläuft und den Druck aufgebaut hat, hat man den Hebel schon weiter gezogen, und man hat plötzlich einen gefühlten Anker geworfen statt sensibel anzubremsen.
Jedoch hoffe ich das die "1 Sekunde" nur eine "gefühlte" sekunde ist... Das System benötigt nur Millisekunden. Bei einer Vollen Sekunde liegt es nicht mehr an der Einstellung

Folgendes.

Stelle den Mikroschalter einfach mal so ein wie oben beschrieben. Sollte das nicht möglich sein, kann es nötig werden, das Kontaktplättchen des Mikroschalters "ein wenig" zu verbiegen. Möglich das durch
die Dauer sich dieses verbogen hat usw. (Bei der Fußbremse ist das nicht möglich)

Sollte das auch noch nicht ausreichen, kann man den Druckkolben vom Bremshebel einstellen. Wenn man Zwischen Druckkolben und Bremspumpe viel Spiel hat, kann man hier mittels der Mardenschraube dieses Spiel
verringern. Jedoch sollte man nur das Spiel verringern, und nicht dafür sorgen, das hier bereits bei gelöstem Hebel Druck im System aufgebaut wird. Also Feingefühl walten lassen, oder Ein Diagnosegerät angeschlossen und anhand der
Echtzeitdaten sehen, wie der Druck im Bremssystem gerade ausschaut.
Wie gesagt reagiert der BKV bereits auf Druck im System wie auch auf den Mikroschalter. Den Druckkolben zu weit rein geschraubt, und die Bremse ist ständig am schleifen,
geschlossen, oder man hat mindestens ein deaktiviertes Teilintegralsystem wie auch ABS. Gut für ein Burnout, aber schlecht für die Tour ;-) Ebenso zehrt ein sich ständig durch den Fahrwind aktivierter BKV an der Batterie.
An der Fussbremse gibt es diesen Druckkolben auch. hier ist das Spiel sogar leichter feststellbar als am Griff...
Ich habe aber leider in keiner Anleitung oder WHB lesen können, welches Spiel vorgeschrieben ist, oder ob überhaupt Spiel nötig ist. Daher möchte ich keine bindenden Aussagen treffen wie dieses Spiel am ende zu sein hat oder gar eins vorhanden sein muss. Ich persönlich habe jedoch alle Druckkolben von Bremse und Kupplung auf 0-Spiel eingestellt und anschließend 1/8 Umdrehung gelöst. Das Spiel original war jedoch weitaus größer vorher sofern der Vorbesitzer nicht schon hier was verändert hat. Aber erst seidem hatte ich den Bremstest mit dem GS-911 bestanden bzw. bin beim Bremsdruck in den grünen Bereich gekommen.

Wie gesagt beim Druckkolben Vorsicht walten lassen oder besser die Finger Weg.. Wenn das alles nichts hilft... Bremsentlüftungstest beim Händler durchführen lassen, oder der soll mal generell drüber schauen. Beim Entlüftungstest wird dann aber auch ein verstellter Mikroschalter erkannt (zumindest mit dem GS-911). Wenn es an der Einstellung dann nicht mehr liegt, kann es praktisch nur noch der Druckmodulator selbst sein, der verzögert reagiert.

P.S.: Meine hat auch BKV und ist EZ 10.2010..
Schenkelklopfer ;-) Ja ok.. US-Import.. musste aber gerade raus... ich glaube ich es gibt nicht viele die bei einer K1200S so was ohne schlechtes Gewissen in Verkaufsseiten angeben dürfen ;-)
Gruß Ingo
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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon Wolbi » 14.05.2015, 12:22

Hallo Chucky,
deine Analyse war absolut richtig clap ThumbUP .
Habe den Zeitpunkt etwas früher gesetzt und siehe da, funktioniert :D :D :D :D
Besten Dank für Deine / Eure Hilfe und die top Erklärung für die Einstellung.
ThumbUP
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Re: Bremsverhalten bei der K 12 S

Beitragvon Chucky1978 » 14.05.2015, 16:22

freut mich.. na dann auf besser Wetter ;-)

Edit : Mit der Fussbremse müsstest du dann aber nochmal drüber schauen (Da du ja sagtest das es bei dieser das selbe ist bzw im selben Zeitpunkt den BKV anschmeist)...
bei sportlicher Fahrweise ist die ja in Kurven nicht gerade unsinnig.
Am Mikroschalter kann man hier wie gesagt nichts einstellen, aber möglich das hier jede Menge Spiel beim Druckkolben existiert.
Anfangs gabs bei mir in den Kurven, in die man zu schnell eingefahren ist, oder sie sich zugespitzt hat, doch schon blötzlich Hinterradblockierungen bzw ABS-Einsätze, obwohl
sie ne halbe Sekunde vorher noch 0-Wirkung zeigte. Da schiebt man dann schnell mal die Probleme auf das Fahrwerk,Reifen oder generell auf das ABS selbst. Das ABS ist zwar nicht das
beste, aber man kann es ja zumindest mal ein wenig optimieren, statt immer Angst zu haben in der Kurve auf die FB zu treten
Gruß Ingo
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