Zylinderkopfdichtung defekt ?

Die Technik im Besonderen.

Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon braule » 26.08.2017, 12:57

Hallo,

ich werde mal meine Situation kurz schildern :

- Kühlflüssigkeitswechsel bei einem nicht BMW Schrauber durchführen lassen.
- Mit dem Bike ca 700 km gefahren - 2x leuchtete Wasseranzeige auf. Balken ganz oben. Konnte weiter fahren weil es sich immer wieder beruhigte.
- Zu hause festgestellt - kein Kühlwasser im Behälter.
- Zusätzlich sagte mir mein Schrauber schon , dass die Kupplung wohl einen weg hat weil man den Neutralgang nur schwer rein bekommt. Aber kein Rupfen oder Rutschen.
- Ich wieder hin um die Kupplung aus zu bauen um die Lamellen zu prüfen und wegen des Kühlmittels zu fragen. Haben Kühlfl. nachgefüllt und ein bischen rumgeschaut - Kupplung erstmal nicht aufgemacht.. TErmin.
- Er vermutet jetzt eine defekte Zylinderkopfdichtung wegen 1) Kühlmittelverlust 2) Öl sieht etwas schaumig und braun aus.
- Es kommt aber kein weisser Qualm oder Wasser aus dem Auspuff.
- Als ich wieder zu hause war war der Kühlmitteltank dann auch wieder fast ganz leer.
- Verkleidung und Ausgleuchsbehälter ab und alles abgeleuchtet ... sieht alles trocken aus. Auch der Ölstand ist nicht höher geworden !
- Habe jetzt einen Termin wo er mir die Kupplung ausbaut und dann sehen will ob ZKD defekt ist.
- Was meint ihr könnte es sein ? Wie kann ich eine defekte ZKD zweifelsfrei erkennen ? Ist ja doch ein ganz schöner Angang und mit nicht unerheblichen Kosten verbunden...

Für ein paar Anregungen wäre ich dankbar. scratch

VG
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon marocel » 26.08.2017, 14:01

Kühlflüssigkeitswechsel ist bei der K etwas problematisch. Da findest Du genügend Beiträge hier im Forum.(Vakuumbefüllung)
Wenn Dein Schrauber das nicht weiß; macht er das auf die herkömmliche und bei den meisten Fahrzeugen auch funktionierende
Art und Weise.
Danach würde ich erstmal den Kühlmittelstand beobachten, ob er sinkt oder Öl ins Kühlwasser gerät bzw. im Motoröl wirklich Kühlwasser ist. Wenn Du vorher nichts bemerkt hast; warum soll das ausgerechnet jetzt auftreten? Das Kühlsystem kann man auch abdrücken, um auf Dichtigkeit zu kontrollieren. Da muß an der Kopfdichtung gar nichts sein.
Ist Dir das mit dem Neutral finden selbst auch schon aufgefallen? Wenn Die Kupplung sauber trennt und auch nicht rutscht, würde ich da auch erstmal nichts machen. Hat sich Dein Kupplungsflüssigkeitsstand verändert? Ab und zu ist das halt so, daß man den Leerlauf nicht ganz sauber eingefädelt bekommt. An der nächsten Ampel geht es dann wieder. Wenn Dein Kupplungsnehmer oder auch Geberzylinder undicht ist, kann das auch passieren. Da gibt es auch ab und an mal Probleme mit. Ich mußte den Nehmerzylinder auch schon wechseln, weil die Kiste mit gezogener Kupplung plötzlich anfuhr. Vielleich muß die Kupplung einfach auch nur mal entlüftet werden. Wenn Du dann selbst auch wirklich Probleme feststellst, kannst Du immer noch danach schauen lassen....
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon Chucky1978 » 26.08.2017, 15:27

Das Kühlwasser muss irgendwo hin..
1 - Brennraum = weißer Qualm aber zuvor Abgas im Kühlsystem
2 - Ölwanne = weißer Schlamm, hoher Ölstand usw
3 - nach außen = Undichtigkeit.

3 schließe ich aus, 1 ebenfalls. Wobei 3. Es gibt die Überlaufschläuche und Co wodurch das Wasser austreten kann, was dann nicht direkt ersichtlich ist, daher würde ich das nicht ganz ausschließen wollen. Da gibt es einige Möglichkeiten. durch die 2. Befüllung des Behälters der wieder leer wurde, könnte man Vermuten das Verbrennungsgase ins Kühlsystem gelangen, der Druck im System steigt, und das Wasser durch das Überdruckventil rausgeschossen wird. Auch hier Zylinderkopfdichtung defekt in den meisten Fällen. Bevor dickes Wasser in den Brennraum durch eine defekte Dichtung gelangt, gelangt erstmal Verbrennungsgase ins Kühlsystem

Durch den Text eher 2, also defekte Zylinderkopfdichtung.
Prüfungsmethoden wurden ja schon genannt (Abdrücken des Kühlsystems z.B)

Wenn beides Wäre.. ALso Wasser im Öl wie auch ABgase im Kühlsystem könnte man hoffen das die Dichtung äusserst unglücklich kaputt gegangen ist.. ansonsten WorstCase

Aber um einfach mal das WorstCase wiederzugeben, und es mir freude macht dir Angst zu machen ;-)
Ein Mechaniker von BMW antwortete auf die Frage warum man das System evakuiert, und nicht regulär entlüftet in etwa wie folgt :

"BMW hat festgestellt, das bei der regulären Entlüftung des Kühlsystems, an einer Stelle im Zylinderkopf eine Luftblase verbleibt, die wohl nicht so ohne weiteres entweicht. Aufgrund von bereits entstandenen oder mindestesn möglichen Thermischen Schäden am Zylinderkopf ist daher BMW zu der Methode mit der Unterdruckbefüllung übergegangen, um diesen Fehler ausschließen zu können."

WorstCase wäre also in deinem Fall Kopf im Arsch aufgrund thermischer Überlastung durch Luft im System.

Und jetzt darfst du dem Mechaniker klar machen, das er es zu bezahlen hat wenn eine Rechnung existiert clap

Ich liebe es einfach :-)

Ein regulärer Defekt der Zylinderkopfdichtung hat jedoch nicht wirklich was mit der oben beschriebenen Sache zu tun. Bei dem Worstcase wäre der Kopf verzogen oder hätte gar einen Riss.

Zu der Kupplung. Fenrdiagnose ist so eine Sache. Aber in wie weit tut sich der Neutralgang schwer? Ich hatte bisher 3 Getriebe, und nur beim aller ersten war der N-Gang Butterweich und vom 1. wie auch vom 2. sofort einlegbar. Beim 2. aber auch dann beim 3. nagelneuen Getriebe mit neuer Kupplung, war Neutral nur noch aus dem 2. Gang einlegbar.. Auf jedenfall braucht es ungemein viel Gefühl und manchmal so scheint es auch Glück N zu erwischen wenn es vom 1. Gang aus versucht wird.
Dies liest man auch im Forum häufiger.. daher würde ich die Finger von der Kupplung lassen. Neutral ist nur ein Zwischengang, wenn alle Gänge ansonsten keine Probleme machen Kupplungstechnisch, liegt es nicht an der Kupplung.. Dann eher Schaltwalze und Co, aber sehe es einfach als Produktionsbedingt bzw Qualitätsmerkmal an.
Gruß Ingo
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon Alex12349 » 27.08.2017, 09:26

Kühler reinigen eine Fehlerquelle weniger.
Vielleicht überhitzt sie dadurch und verliert Wasser über den Ausgleichsbehälter...
Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon braule » 27.08.2017, 09:39

Also ich finds so geil wie schnell ihr immer antortet ... Danke :)

==> Ich werde den Schrauber mal fragen ob er eine Vakuumbefüllung gemacht hat. Allerdings stehen da immer ein paar BMW´s rum. GS vor allem. Aber ich denke er hat es konventionell gemacht.

==> Der Neutralgang ging mit der Zeit immer schwieriger rein. Ist mir auch aufgefallen. Im Stand bekomme ich ihn nun schon fast garnicht mehr rein. Kupplung haben wir bereits entlüftet und auch die original Hebel wieder montiert. Meine auch zu merken, dass die Gänge nicht mehr so sauber reingehen. Meine hatte da wirklich kein Problem. Auch der erste Gang hat nicht so laut gekracht wied bei anderen. Baujahr 2007.

==> Wenn ich das richtig verstehe meinst du ( chucky ) dass kein Wasser in den Zylinder gelabngt ist sondern nur Abgase in das Kühlmittel. Aber der Schaum auf dem Öl und die komische braune Farbe des Öls ? Weist das nicht auf Wasser im Öl hin ?

==> Kann das Abdrücken jede Werkstatt oder braucht man wieder BMW Tools ?

==> Kann an der Öl-Beschaffenheit in der Kupplung auf eine defekte ZKD geschlossen werden oder sollte man mal Öl ablassen und sich die Suppe mal ansehen ?

==> Alles auf Rechnung ...
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon braule » 27.08.2017, 09:40

Alex12349 hat geschrieben:Kühler reinigen eine Fehlerquelle weniger.
Vielleicht überhitzt sie dadurch und verliert Wasser über den Ausgleichsbehälter...


Was meinst du damit ? Was muss dafür alles ausgebaut werden ?

Das hier ? :

https://picload.org/view/rwicgggw/unbenannt.jpg.html
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon braule » 27.08.2017, 14:52

Ein kleines Video zur Veranschaulichung der Problematik ThumbUP ThumbUP ThumbUP

https://www.youtube.com/watch?v=Xwln824 ... e=youtu.be
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon Chucky1978 » 27.08.2017, 18:35

braule hat geschrieben:Also ich finds so geil wie schnell ihr immer antortet ... Danke :)

==> Ich werde den Schrauber mal fragen ob er eine Vakuumbefüllung gemacht hat. Allerdings stehen da immer ein paar BMW´s rum. GS vor allem. Aber ich denke er hat es konventionell gemacht.

==> Der Neutralgang ging mit der Zeit immer schwieriger rein. Ist mir auch aufgefallen. Im Stand bekomme ich ihn nun schon fast garnicht mehr rein. Kupplung haben wir bereits entlüftet und auch die original Hebel wieder montiert. Meine auch zu merken, dass die Gänge nicht mehr so sauber reingehen. Meine hatte da wirklich kein Problem. Auch der erste Gang hat nicht so laut gekracht wied bei anderen. Baujahr 2007.

==> Wenn ich das richtig verstehe meinst du ( chucky ) dass kein Wasser in den Zylinder gelabngt ist sondern nur Abgase in das Kühlmittel. Aber der Schaum auf dem Öl und die komische braune Farbe des Öls ? Weist das nicht auf Wasser im Öl hin ?

==> Kann das Abdrücken jede Werkstatt oder braucht man wieder BMW Tools ?

==> Kann an der Öl-Beschaffenheit in der Kupplung auf eine defekte ZKD geschlossen werden oder sollte man mal Öl ablassen und sich die Suppe mal ansehen ?

==> Alles auf Rechnung ...


- Es hat nichts zu bedeuten, ob die Werkstatt vermehrt BMW-Modelle oder auch nicht auf dem Hof stehen hat. Ich kam mit der Vakuumbefüllung erst durch die K1200 in Verbindung, und mache es seitdem bei jedem Fahrzeug, weil es einfach "angenehmer" und sauberer ist.

- Ferndiagnosen sind nie wirklich 100%ig. Mir ist jedoch aufgefallen das viele die durchaus die Prozedur der ENtlüftung beherrschen, es bei der K falsch machen, weil bei zumindest der K1200/1300 hier etwas anders vorgegangen wird. Viele versuchen die Luft unten am Nehmerzylinder raus zu pumpen, wie man das auch bei der Bremse her kennt.
Das Funktioniert nicht wirklich gut. Die richtige Prozedur ist, die Kupplungsbetätigung zu entleeren, und dann vom Nehmerzylinder aus, die Flüssigkeit ins System zu pumpen, so das die Luft zum Ausgleichsbehälter rausgedrückt wird, da Luft generell immer nach oben steigt ist diese Prozedur erfolgversprechender wie auch schneller, als die Prozedur die "gewohnt" und offensichtlich zu sein scheint. Wenn die Gänge alle samt nicht mehr wirklich funktionieren, wäre hier meine erste Suche, ob das System 100%ig entlüftet wurde. Wenn es dann immer noch nicht funktioniert würde ich erst die Kupplung in betracht ziehen. Da reicht es meistens aus mit eingelegtem Gang die Kupplung zu ziehen, und dann das Mopped zu starten und drauf zu achten, ob die Kiste etwas nach vorne schiebt. Tut sie das nicht, trennt die Kupplung. rutscht die auch nicht durch bei hohen Drehzahlen bzw entsprechenden Beschleunigungen würde ich die Kupplung erstmal ausser acht lassen

- Vieles ist denkbar. Ich habe nur die Möglichkeiten in Betracht gezogen was das mit dem Abgas im Kühlsystem angeht. Das es so ist -> Ferndiagnose ist nicht wirklich 100% stimmig. Schaumbildung oder mindere Konsistenz weißt auf Wasser im Öl hin ganz klar. Das Öl muss dann eh raus, und wenn die Kiste eine Zeit lang bereits gestanden hat, wird beim ablassen des Öls auch erstmal das Öl milchig herausfließen, bevor es schwarz ist. Rein nach dem Motto Öl schwimmt immer oben, ausser wenn es vermischt wurde, aber selbst dann wird Wasser sich nach kurzer Zeit wieder unten in der Wanne absetzen.. Ausser wenn jemand einen Katalysator wie z.B Senf ins Motoröl getan hat, dann verbindet sich Öl und Wasser dauerhaft miteinander... aber Warum sollte man Senf ins Motoröl kippen ;-) Aber im Öl können auch additive sein, die ebenfalls als Katalysator dienen.

- Abdrücken sollte jede Werkstatt können. Ein Hobbyschrauber wird vielleicht nur selten solch ein Werkzeug benötigen, aber eine Werkstatt wird es sicherlich mehrmals im Monat machen. Noch dazu ist das Werkzeug recht erschwinglich. Selbst Universales Semi-Pro-Werkzeug ist für 80-120€ auf ebay zu bekommen, und darf keines Falls in einer guten Werkstatteinrichtung fehlen, da undichte Kühlsysteme zu Standardfehlern gehören und es einer der bewährten Prüfungen ist, um eine defekte Zylinderkopfdichtung oder generell undichtigkeiten im System zu diagnostizieren. Daher ja.. jede Werkstatt sollte dieses Werkzeug besitzen unabhängig ob VW, Suzuki, BMW, Kawasaki, Audi oder sonstige Exoten.

- Die Kupplung läuft im selben Öl bei der K1300 wie der Motor. Also die Kupplung zu zerlegen ob die Konsistenz des Öls passt ist definitiv die teuerste Variante und absolut unnötig wenn es um diese Prüfung allein geht. Allein Dichtung und neue Schrauben liegen bei ~50€. Um die Konsistenz des Öls zu prüfen ist es daher bei warmen Motor günstiger im Öltank eine Probe zwischen den Fingern zu verreiben, oder auch das Öl Warm wie kalt abzulassen und dieses Öl dann zu erneuern.

EDIT: Video gerade angeschaut.

Ja du hast Wasser im Öl.. und nicht gerade wenig. Ok.. da ergibt die Braune Färbung ihre Daseinsberechtigung. Hätte noch auf leichte Nioncen in der Farbbestimmung gehofft, aber das hier ist definitiv eindeutig. Hier muss der Kopf definitiv runter, und mit dem Haarlinieal wird dann eh geprüft ob er verzogen ist, und gesichtet ob er gerissen sein könnte. Also Abdrücken würde ich hier sogar als unnötig erachten, weil definitiv ersichtlich ist, das hier am Kopf, ob Kopf selbst oder Dichtung, ein defekt ist.

Zum drehenden Rad. Das hat erst mal im Grunde nichts zu bedeuten. Wenn die Kupplung trennt, verbleibt dennoch Restreibung, was das unbelastete Rad mitzieht. Wichtig ist, wie es halt mit belastetem Rad ist. Die Kiste darf sich nicht bewegen.
Der hohe Wasseranteil im Öl kann jedoch dazu führen, das hier die Kupplung nicht wirklich funktioniert, und sogar dazu führen, das die Belagscheiben verbrennen aufgrund mangelnder Schmierung.

Was Alex meinte ist, das sich der Kühler gerne zusetzt. Und zwar von aussen. Das Vorderrad schmeist so einiges an Dreck in die Lamellen des recht kleinen Kühlers, und dadurch kann es zu Überhitzung kommen.
Es ist gut, wenn man diesen Alle 30.000 KM, wenn er eh runter muss zwecks Zündkerzenwechsel, richtig reinigt. HD-Reiniger bei der Wäsche ist nicht ausreichend, und teils sogar Kontraproduktiv.
Es gibt auch Optische Aufwertungen anhand von Kühlerabdeckungen aus Edelstahl, die den Dreck ein wenig reduzieren, jedoch bleibt dies nicht aus. Einen Kühler zu reinigen wird die Werkstatt ohne Anweisung nicht machen wie ich vermute, da es doch schon eine lange Prozedur ist, und ein neuer Kühler fast schon günstiger ist, als dem Mechaniker 1-2 Arbeitsstunden abzuverlangen. Ich brauche dafür meist einen Nachmittag, aber meine zeit kostet auch nichts
Gruß Ingo
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon braule » 27.08.2017, 19:01

Chucky1978 hat geschrieben:
EDIT: Video gerade angeschaut.

Ja du hast Wasser im Öl.. und nicht gerade wenig. Ok.. da ergibt die Braune Färbung ihre Daseinsberechtigung. Hätte noch auf leichte Nioncen in der Farbbestimmung gehofft, aber das hier ist definitiv eindeutig. Hier muss der Kopf definitiv runter, und mit dem Haarlinieal wird dann eh geprüft ob er verzogen ist, und gesichtet ob er gerissen sein könnte. Also Abdrücken würde ich hier sogar als unnötig erachten, weil definitiv ersichtlich ist, das hier am Kopf, ob Kopf selbst oder Dichtung, ein defekt ist.

Zum drehenden Rad. Das hat erst mal im Grunde nichts zu bedeuten. Wenn die Kupplung trennt, verbleibt dennoch Restreibung, was das unbelastete Rad mitzieht. Wichtig ist, wie es halt mit belastetem Rad ist. Die Kiste darf sich nicht bewegen.
Der hohe Wasseranteil im Öl kann jedoch dazu führen, das hier die Kupplung nicht wirklich funktioniert, und sogar dazu führen, das die Belagscheiben verbrennen aufgrund mangelnder Schmierung.

Was Alex meinte ist, das sich der Kühler gerne zusetzt. Und zwar von aussen. Das Vorderrad schmeist so einiges an Dreck in die Lamellen des recht kleinen Kühlers, und dadurch kann es zu Überhitzung kommen.
Es ist gut, wenn man diesen Alle 30.000 KM, wenn er eh runter muss zwecks Zündkerzenwechsel, richtig reinigt. HD-Reiniger bei der Wäsche ist nicht ausreichend, und teils sogar Kontraproduktiv.
Es gibt auch Optische Aufwertungen anhand von Kühlerabdeckungen aus Edelstahl, die den Dreck ein wenig reduzieren, jedoch bleibt dies nicht aus. Einen Kühler zu reinigen wird die Werkstatt ohne Anweisung nicht machen wie ich vermute, da es doch schon eine lange Prozedur ist, und ein neuer Kühler fast schon günstiger ist, als dem Mechaniker 1-2 Arbeitsstunden abzuverlangen. Ich brauche dafür meist einen Nachmittag, aber meine zeit kostet auch nichts


nogo Ok ... habs mir schon gedacht ... daher das Video ... Die Kupplung gucken wir uns auch gleich an weil ich bei BMW schon die Schrauben und die K.-Deckel-Dichtung gekauft habe. Lamellen nehm ich ggf. vom Zubehör. Nicht die Originalen.
Wenn man gerade alles auf hat sollte man doch gleich die Ventile einstellen oder ? KM 45.000

Wir reden von diesem Bauteil ? :

https://picload.org/view/rwiigacw/unbenannt.jpg.html
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon Hobbybiker » 02.09.2017, 15:24

Von dem Herrn Chukky bin ich immer wieder beeindruckt ThumbUP Der kennt sich echt gut aus ThumbUP Respekt
Grüße aus der kurvigen Eifel
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon braule » 03.09.2017, 08:06

Hobbybiker hat geschrieben:Von dem Herrn Chukky bin ich immer wieder beeindruckt ThumbUP Der kennt sich echt gut aus ThumbUP Respekt


Ich auch ... einer der immer, kompetent und vor allem sachlich antwortet. ThumbUP
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon Hobbybiker » 03.09.2017, 10:13

braule hat geschrieben:
Hobbybiker hat geschrieben:Von dem Herrn Chukky bin ich immer wieder beeindruckt ThumbUP Der kennt sich echt gut aus ThumbUP Respekt


Ich auch ... einer der immer, kompetent und vor allem sachlich antwortet. ThumbUP


100% Zustimmung ThumbUP
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon Chucky1978 » 03.09.2017, 19:48

braule hat geschrieben:
nogo Ok ... habs mir schon gedacht ... daher das Video ... Die Kupplung gucken wir uns auch gleich an weil ich bei BMW schon die Schrauben und die K.-Deckel-Dichtung gekauft habe. Lamellen nehm ich ggf. vom Zubehör. Nicht die Originalen.
Wenn man gerade alles auf hat sollte man doch gleich die Ventile einstellen oder ? KM 45.000

Wir reden von diesem Bauteil ? :

https://picload.org/view/rwiigacw/unbenannt.jpg.html


Bei der K muss man wirklich unterscheiden zwischen Prüfen und einstellen der Ventile. Das einstellen ist nicht nur ein größerer und Kostspieligerer Aufwand, sondern so behaupte ich einfach mal, in 99% der Fälle bis 60.000 wenn nicht gar 90.000 nicht nötig. Das heißt nicht, das man auf das Prüfen verzichten sollte.
Es bietet sich natürlich an, das Ventilspiel bei 45.000 zu prüfen wenn der Kühler eh schon runter ist. Das aber was einzustellen ist, würde ich weniger vermuten. Und ja, von diesen Bauteilen reden wir.

Danke übrigens für die Blumen
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon braule » 06.09.2017, 14:48

So wir sind in der Angelegnheit einen Schritt weiter.
Zunächst wurde das Kühlsystem abgedrückt. Kein Druckverlust !!! ???

Dann Kupplung ausgebaut und die erste Reibscheibe komplett bis aufs Metall runter.

Dann festgestellt, dass der bestellte Lamellensatz (lucas) nicht passt da eine Aussparung zu groß ist und nicht in den Korb passt.
Das BMW Ersatzteil ( das neueste von 3 überarbeiteten Kupplungs-Versionen ) kostet ca 600 €
Teile sind auch erst ab November wieder lieferbar.

Wenn wir das machen und auch die ZKD ersetzen liege ich bei ca. 1400 € insgesamt...

Uns ist auch aufgefallen dass eine Stahlscheibe zu wenig in meiner Kupplung sitzt im Vergleich zu der Explosionszeichnung von BMW
Habe alles was fehlt markiert :

https://picload.org/view/dggdlrrr/unbenannt.jpg.html

Und hier die Bilder der Kupplung :

https://picload.org/view/dggdldcl/20170906_1258441.jpg.html
https://picload.org/view/dggdldcw/20170906_134133.jpg.html
https://picload.org/view/dggdldir/20170906_131409.jpg.html
https://picload.org/view/dggdldil/20170906_134106.jpg.html
https://picload.org/view/dggdldii/20170906_134123.jpg.html

==> Welcher Lamellensatz passt denn nun auf meine K12 ?
==> Fehlen die Teile weil es eine Kupplung einer älteren Generation ist ?
==> Habe ich Chancen auf BMW Rückruf oder so ?
==> Wie erklärt man sich, dass das Abdrücken keine Druckverlust gezeigt hat ?

Bin schon am überlegen das Bike zu verkaufen und mir ne CBR 1100XX zu holen.... scratch

ahh
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Re: Zylinderkopfdichtung defekt ?

Beitragvon Chucky1978 » 06.09.2017, 16:44

An der Kupplung/Getriebe wurde bei der K12 nicht wenig gemacht im Laufe der Zeit.
Es war wohl so, das Leute die Probleme mit der Kupplung hatten, diese auf Gewährleistung bzw Kulanz ersetzt bekommen haben. Ob das eine neue Revision von Lammellenpaket war (was ich vermute) oder tatsächlich ein Upgrade auf eine K1300-Kupplung weiß ich jetzt nicht, insbesondere da ich denke bei letzterem müsste auch der Korb mit neu gemacht werden.
Kulanzantrag kann man defintiv stellen.. ob der jedoch durch geht dürfte mal dahin gestellt sein

Die Zeichnungen der einzelnen Teile müssen nicht immer 100%ig passen. Auch in der RepRom sind nicht selten Fehler vorhanden was z.B die Teileanordnung angeht usw.

Das kein Druckverlust vorhanden ist beim Abdrücken ist möglich, wenn auch meiner Meinung nach selten, insbesondere wenn in recht kurzem Zeitraum einiges an Wasser und allem Anschein nach ins Öl gelangt statt über die belüftung hinaus geschossen wird.
Es kann jedoch sein, das die Undichtigkeit dann nur unter Last und oder Betriebswarmen Motor eintritt. In dem Fall müsste aber in jedem Fall ein Abgas-Test Aufschluss bringen. Bevor Wasser in einen Haarriss und Co eindringt und das Öl verdünnt, dringt Gas, in dem Fall Verbrennungsgas durch diesen Riss ins Kühlwasser. Da wäre dann der Test, bei laufendem Motor den Ausgleichsbehälter geöffnet lassen, und mit einem Abgas-Tester an den Ausgleichsbehälter halten. Misst der Prüfer dann Abgase ist das Thema durch. Alternativ gibt es auch Testflüssigkeiten die sich verfärben sobald sie mit Abgasen in Verbindung kommen.
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