Psychologische Nachwirkungen von "Motorrad" Unfällen

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Re: Psychologische Nachwirkungen von "Motorrad" Unfällen

Beitragvon gelb gelb gelb » 18.04.2017, 17:06

@Thomas
Mir gehts genau so. Zum Rumtrödeln bin ich nicht gemacht. Ich fahre zwar auch oft gemütlich, aber den Berg hoch will ich es immer wissen. Und genau da liegt halt das Problem, wenn z.B. unsichtbarer Dreck rumliegt und wenn man dann absteigt blöderweise ein Auto oder ne Leitplanke im Weg ist.

Mich hat der Unfall meines Sohnes im Kopf eingebremst (s.o.)

Etwas anderes Thema:
Miene Eltern haben mit meiner Geburt das Segelfliegen aufgegeben. 2 bekannte Paare ebenfalls wegen Nachwuchs das Mopped fahren pausiert. Jetzt wo die Kinder unabhängig sind, fangen sie wieder an.
Viele Grüße, Thomas


... und allzeit eine Handbreit Asphalt unter den Gummis
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Re: Psychologische Nachwirkungen von "Motorrad" Unfällen

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Re: Psychologische Nachwirkungen von "Motorrad" Unfällen

Beitragvon Motorradler » 18.04.2017, 18:43

Interessanterweise bin ich bis zu meinem 31. Lebensjahr nur 8-12.000 km im Jahr Motorrad gefahren.
Nach dem schweren Unfall 1986 wo mir beinahe der rechte Unterschenkel abgetrennt wurde, bin ich trotz Peroneus-Lähmung am rechten Bein viel mehr unterwegs als in jungen Jahren. Manchmal sogar noch mit der S1000RR am Ring.
Aber Hauptsächlich bin ich mit guten Tourenmotorrädern aus meiner Sammlung unterwegs.
Im Schnitt fahre ich zwischen 24-30.000 km im Jahr - trotz Schmerzen.
Ich denke, wer mal den Motorradvirus in sich trägt, kann einfach nicht anders.

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Re: Psychologische Nachwirkungen von "Motorrad" Unfällenq

Beitragvon Hubraum » 18.04.2017, 18:55

Eigentlich geht es immer um das gleiche, jeder Mensch braucht irgendwas um abschalten zu können von seinem meist stressigem oder vielleicht eintönigem Alltag. Die einen sammeln Briefmarken oder gehen Angeln, wieder die anderen gehen gerne auf die Berge oder laufen etc.
Ich für meinem Teil verbinde Motorrad fahren vorallem mit Freiheit, Adrenalin und mit Emotionen. Dieses Hobby zaubert mir innerhalb kürzester Zeit einen Smiley im Gesicht. Ich liebe es In Bewegung zu sein, den Wind zu spüren, das Wetter zu fühlen und die Landschaften auf zwei Rädern zu erkunden. Auto fahren ist für mich nur einfach von A nach B, nur Mittel zum Zweck.
Aber wann immer es mir möglich ist setzte ich mich auf mein Mopped und tauche in eine für mich perfekte Welt. Ich mache mir keine Gedanken wie lange ich dieses Gefühl noch genießen kann, ich bin keiner der über alles und jedes nachdenkt - was wäre wenn.....warum soll ich solche Gedanken in meinen Schädel lassen?
Solange es mir gut geht und damit meine ich meiner Seele gut geht, solange geht es auch meiner Frau, meinen Kindern und meinen Mitmenschen gut, denn so wie ich mich fühle, so gebe ich das auch weiter.
Und das spürt auch meine Familie......
Jeder Mensch brauch ein Hobby bzw. sollte eines haben, welches ist Nebensache und hängt vom jeweiligen Typ ab.Meines ist halt Mopped fahren - Ende nicht in meiner Sichtweite.
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Re: Psychologische Nachwirkungen von "Motorrad" Unfällenq

Beitragvon ThomasGL » 18.04.2017, 19:24

Hubraum hat geschrieben:Eigentlich geht es immer um das gleiche, jeder Mensch braucht irgendwas um abschalten zu können von seinem meist stressigem oder vielleicht eintönigem Alltag. Die einen sammeln Briefmarken oder gehen Angeln, wieder die anderen gehen gerne auf die Berge oder laufen etc.
Ich für meinem Teil verbinde Motorrad fahren vorallem mit Freiheit, Adrenalin und mit Emotionen. Dieses Hobby zaubert mir innerhalb kürzester Zeit einen Smiley im Gesicht. Ich liebe es In Bewegung zu sein, den Wind zu spüren, das Wetter zu fühlen und die Landschaften auf zwei Rädern zu erkunden. Auto fahren ist für mich nur einfach von A nach B, nur Mittel zum Zweck.
Aber wann immer es mir möglich ist setzte ich mich auf mein Mopped und tauche in eine für mich perfekte Welt. Ich mache mir keine Gedanken wie lange ich dieses Gefühl noch genießen kann, ich bin keiner der über alles und jedes nachdenkt - was wäre wenn.....warum soll ich solche Gedanken in meinen Schädel lassen?
Solange es mir gut geht und damit meine ich meiner Seele gut geht, solange geht es auch meiner Frau, meinen Kindern und meinen Mitmenschen gut, denn so wie ich mich fühle, so gebe ich das auch weiter.
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Re: Psychologische Nachwirkungen von "Motorrad" Unfällen

Beitragvon Thomas » 18.04.2017, 19:58

Also ich persönlich bin auf dem Moped nicht freier als zu Fuß. Adrenalin und Emotiomen dagegen passen. Ich bin total auf mich zurückgeworfen, spüre, wie sich bisweilen mein Nackenhaar vor einer Aufgabe sträubt, wie es sich zu überwinden gilt, wie ich mich selbstkontrollierend immer wieder durchchecke, ob Haltung, Schultern, Finger, Kiefer etc. locker sind. Werdet ihr blöd finden, aber in der Erfüllung solcher Ansprüche liegt mein Spaß! Und warm muss es sein! Keine Zugluft im Nacken. Nichts darf drücken. Ich bin eine totale Mimose.
Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
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Re: Psychologische Nachwirkungen von "Motorrad" Unfällen

Beitragvon Bimbo » 18.04.2017, 20:11

Und bitte nicht vergessen:
Im Bett sterben die meisten Menschen.
EZ 11.3.2014. Sie dreht wie eine Turbine. 43.181 km und die Begeisterung steigt mit jedem Kilometer immer noch.

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Re: Psychologische Nachwirkungen von "Motorrad" Unfällen

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Re: Psychologische Nachwirkungen von "Motorrad" Unfällen

Beitragvon GT-Cruiser » 18.04.2017, 20:27

Mit dem Auto bewege ich meinen Körper,
mit dem Motorrad meine Seele.

Habe seit meinem 16 Lebensjahr diverse Unfälle, teils verschuldet und teils unverschuldet, gehabt mit unzähligen Knochenbrüchen. Die letzten Brüche waren 3 Rippen und ein Knöchel Bruch rechts (Weber-B Fraktur) vor 2,5 Jahren zum Saison ende. Zum Saisonstart der nächsten Saison saß ich wieder auf dem Moped. Durch die Pause von ende September bis zum März des folge Jahres waren die Brüche alle verheilt aber bis ein rechts Kurven es wieder funzte wie vorher waren etliche Kilometer nötig.

Ob ich nach einer Beinamputation wiederaufgebaut Moped steigen würde kann ich beim besten willen nicht sagen.

Vor dem Kollegen ziehe ich den Hut und bewundere seinen Lebensmut. Vielleicht sollten wir überlegen das das wieder Mopedfahren für ihn die beste Therapie ist.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine Unfallfreie kurvenreiche Saison.
Grüße aus Falkensee
Andreas



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Re: Psychologische Nachwirkungen von "Motorrad" Unfällen

Beitragvon Relaxer » 20.04.2017, 21:48

Und nach 21 Jahren Freiwillige Feuerwehr und zum Glück nur einem kleinen Ausritt in die Botanik kann ich euch sagen,
redet über die Dinge die euch zu schaffen machen.

Sei es eine Gefahrensituation die einen gruselt oder man kommt irgendwo hin und muß plötzlich Ersthelfer sein.
Sprecht darüber denn nichts sagen ist viel schlimmer.


Super Leute ThumbUP
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Re: Psychologische Nachwirkungen von "Motorrad" Unfällen

Beitragvon UU80 » 01.05.2017, 20:01

Ich habe mir letzten September bei einem Ausrutscher auf Rollsplitt in Südfrankreich das Schlüsselbein gebrochen. War jetzt nicht wirklich dramatisch, wurde operiert und ist wieder völlig in Ordnung. Ich hatte dann wochenlang starke Schmerzen im Bereich der Rippen und habe das auf Prellungen zurückgeführt, da beim Röntgen nichts festgestellt wurde. Als dann eine CT gemacht wurde, kam als Ergebnis eine Serienfraktur Rippen 1-5 heraus. Danach kamen mir schon so einige Gedanken, was wäre gewesen wenn zum Beispiel die Lunge verletzt worden wäre. Es hat fast eine Stunde gedauert, bis ein Krankenwagen da war und noch einmal so lange, bis wir im Krankenhaus waren.
Zum Glück ist alles gut und ich fahre wieder. Nachwirkungen irgendeiner Art gibt es nicht.

Uli
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