Modell wechseln

Die K1600B - K1600GT + K1600GTL + K 1600 Grand America im allgemeinen.
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Re: Modell wechseln

Beitragvon inspektorgagetto » 21.05.2024, 11:11

Meine Frage bezüglich des Fahrwerks hat sich zwischenzeitlich erledigt. Ich habe die Antwort in einem anderen Beitrag gefunden. Tricks sind hier offenbar nicht mehr möglich. Laut dortiger Info wird von 40 Grad mit Sozia berichtet. Da hier die "Angstnippel" wohl noch vorhanden waren, wären ja evtl. ohne diese (Demontage oder Verschleiß) auch bis ca. 45 Grad möglich, wobei - je nach Fahrbahnwölbung oder Bodenwellen dann die Auspuffblende bzw. LED Zusatzscheinwerfer leichte Kratzspuren erleiden könnten. Schade ist das zwar schon. Ich denke aber, das sollte für 95 % der Fahrsituationen absolut ausreichend sein und wäre daher aus meiner Sicht daher kein Ausschlusskriterium. Wann findet man schonmal Straßen wie auf Sardinien ;-) ?
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Re: Modell wechseln

Beitragvon inspektorgagetto » 01.06.2024, 11:32

Kleine Nachfrage zum Dynamik ESA. In einem Erklärvideo wurde an einer GS demonstriert, dass man das Fahrwerk sehr wohl zwischen Auto, Min und Max umschalten kann. wenn man die Auswahltaste gedrückt hält. Auch war hier klar erkennbar, wie das Heck bei Max hochgefahren ist. Wenn das bei der aktuellen K genauso funktioniert. Sollte auch hier der Trick mit der Schräglagenfreiheit funktionieren. Oder geht dies nur bei der K1600 nicht?
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Re: Modell wechseln

Beitragvon mtom » 12.06.2024, 12:52

@ inspektorgagetto

Hallo in die Runde,
ich hänge mal eine Aufzeichnung der GT an. In der Handywelt wird ja alles mitgeschnitten.
Das war auf Sardinien auf der SS125 von Dorgali bis zur Passhöhe und dann wieder zurück. Hat Spaß gemacht.
Die Angstnippel sind noch da und ich war alleine mit Gepäck und Topcase unterwegs. Das Fahrwerk war auf Komfort
eingestellt.

Schöne Grüße aus dem Weserbergland
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Re: Modell wechseln

Beitragvon inspektorgagetto » 12.06.2024, 21:02

47 Grad klingt doch schon ganz ordentlich. Und die Angstnippel sind noch dran? Dann ginge ja auch noch was ;-) Bist Du denn mit der EU5 zufrieden? Man liest ja hier im Forum diverse Klagen über hohe Verbräuche, das Navi und das Fahrwerk. Dynamik und Komfort geht doch immer noch gleichzeitig? Gruß vom Frank.
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Re: Modell wechseln

Beitragvon mtom » 13.06.2024, 11:01

Guten Tag,

einen habe ich noch, siehe Bild und ja sie sind noch dran.
zu deinen Fragen:
Ich bin mit der K zufrieden, es ist meine dritte. Der Motor ist meiner Meinung nach etwas agiler als beim 2017 Model. Ich habe dann das Motorsteuergerät optimiert (Kaltstartproblematik). Jetzt ist es wie es sein muß.
Der Verbrauch ist zur Zeit bei ca. 6,0 l, bei der 2017er bin ich mit ca. 5,6 klar gekommen. Da ich auf Sardinien war, ist der Verbrauch noch nicht soweit runter gekommen. Ich denke aber, da geht noch was nach unten.
Mit dem Navi hatte ich so meine Schwierigkeiten, man muß sich erstmal intensiv damit beschäftigen. Zur Planung benutze ich Kurviger und übertrage dann auf die BMW APP. Das funtioniert sehr gut. An den Feinheiten muß ich noch ein wenig feilen. Eine ordentliche Dokumentation über die BMW APP mit den ganzen Einstellungen habe ich noch nicht gefunden. Deswegen geht nur ausprobieren. Das ist ein wenig nervig. Beispiel: welche Funktion hat die Einstellung der Pausenzeiten?
Das Fahrwerk ist für mich gut, ich fahre in der Regel auf Road. Man kann den Motor auf Dynamic einstellen und das Fahrwerk auf Road fahren. Die Beladung ist auf Automatik eingstellt, eine zweite Option ist Min. Habe ich aber noch nicht ausprobiert.
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Re: Modell wechseln

Beitragvon inspektorgagetto » 13.06.2024, 20:50

Danke für deine Antwort. Leider sind in diesem Forum nur sehr wenige Besitzer von EU5 Fahrzeugen, ober sie möchten ihre Erfahrungen einfach nicht teilen. Ich hatte gerade das Glück eine EU5 ausgiebig auf meiner Hausstrecke fahren zu können und im Anschluss zum Vergleich direkt mit meiner. Vieles was ich bisher gelesen habe, trifft wohl zu. Sie ist merklich leiser als die EU3, insbesondere was das heisere Fauchen angeht. Grundsätzlich finde ich den Klang aber noch ok. Beim Beschleunigen geht das schon was. Schön sportlich und flink. Allerdings ist sie unter 3000 kraftloser. Wo mein altes Moped im 6ten schon munter anzieht, braucht der neue etwas. Aber warum? Bei dieser Drehzahl kann es doch nicht um die Lautstärke gehen? Kann man da auch was "mappen" ich dachte schon, die Übersetzung wäre anders - ist sie aber nicht. Der neue Motor selbst läuft aber schön weich und das Getriebe sowie der Shifter funktionieren gut. Das zweite was leider auch zutrifft, ist das Fahrwerk. Grundsätzlich schön stabil und Road ist auch ganz ok - aber nicht so komfortabel wie das alte "komfort". Bei heftigen Bodenwellen ist schnell die Grenze erreicht. Es stehen ja wirklich nur Road und Dynamik zur Verfügung. Das ist arg wenig Auswahl. Das Navi konnte ich nicht testen. Dafür hätte ich ja alles einrichten müssen. Am meisten gibt unterm Strich bisher die Sache mit dem fehlenden Schub unter 3000 zu denken. Mein altes Schätzchen wirkt hier einfach viel stärker und kerniger. Es wäre wirklich schön, wenn sich da was machen ließe. Und es wäre auch schön und hilfreich, wenn mehr Besitzer der EU5 ihre Erfahrungen teilen würden.
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Re: Modell wechseln

Beitragvon LuK » 14.06.2024, 07:57

Meine erste K16 war eine Baujahr 2018 mit Euro4. Damit hatte ich natürlich nicht den unmittelbaren Vergleich zur Euro3-Version, die ja allgemein als die wirkliche 160 PS Variante gilt. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass die Euro-4-Zulassung leider nur mit einer Leistungsreduzierung erreicht wurde. So wirklich in die Öffentlichkeit ist das nie gekommen, 160 PS stand immer noch in den Prospekten, man musste 160 PS bezahlen, hat aber nie 160 PS bekommen. Jetzt habe ich eine Euro5-K16 und habe tatsächlich das Mehr an Leistung spüren können! Euro-5 gab es wiederum nur mit dieser lästigen, erhöhten LL-Drehzahl, was mich dazu bewog, das Mapping entsprechend anpassen zu lassen. Das Fahrwerk betreffend, muss man einfach zur Kenntnis nehmen, dass in einem Motorrad für 500 kg Gesamtzulassung mit einem technisch vertretbaren, platzmäßig machbaren und bezahlbaren Aufwand nicht die große Spreizung von bequemer Sänfte bis hin zum Sportfahrwerk umsetzbar ist. Auf den Puckelpisten hier im Vogtland wünsche ich mir auch eine weichere Option bei den Einstellungen oder jetzt eben von der automatischen Dämpfungsanpassung. Aber die K16 ist als Reisedampfer konzipiert und damit bewegt man sich in den meisten Fällen auch auf entsprechend guten Straßen. Für mich ist es einfach eine geniale Maschine hinsichtlich Design, Wetterschutz, Gepäckmöglichkeiten und auch mal „Wolf im Schafspelz“ spielen zu können!


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Re: Modell wechseln

Beitragvon Diesöl » 14.06.2024, 08:40

Na, gerade beim Fahrwerk wünschte ich mir eine Geländeeinstellung, also mehr Federvorspannung für Bodenfreiheit mit weicher Dämpfung, es sollte doch wirklich kein Problem sein, mehrere Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, die benötigten Komponenten sind doch alle schon drin. cofus

Gerade zum Sommeiller ganz hoch ist es echt hart, wie die Schläge da durch gehen...... nogo
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Re: Modell wechseln

Beitragvon KFan » 14.06.2024, 09:55

Diesöl hat geschrieben:
Gerade zum Sommeiller ganz hoch ist es echt hart, wie die Schläge da durch gehen...... nogo


genau das richtige Moped dafür... arbroller
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Re: Modell wechseln

Beitragvon inspektorgagetto » 15.06.2024, 15:46

Na ja, für Buckelpisten ist die K1600 sicher falsch. Mann kommt zur Not und ganz langsam und vorsichtig auch über Schotterwege oder unfertige Baustellen - aber Spaß ist anders. Auf normalen Straßen hingegen ist die GT schon eine Macht. Ich bin in der jüngeren Vergangenheit auch eine Multistrada V4 und auch die 1300 GS gefahren, mit denen das schon eher ginge. Auf der Straße bleibt ist K1600GT allerdings meiner Meinung nach das Mittel der Wahl. Da meine Eindrücke von der Probefahrt noch frisch sind, möchte ich diese hier teilen. Kommentare von anderen Probefahren und Besitzern sind ganz herzlich willkommen.

Die von mir gefahrene EU5 ist durchaus in allen wesentlichen Dingen weiter entwickelt worden. Das Getriebe lässt sich deutlich besser schalten. Der Quickshifter funktioniert gut. Das Fahrwerk funktioniert auf normalen und etwas schlechteren Straßen sehr gut, kommt aber auf richtigen Buckelpisten an seine Grenzen. ROAD funktioniert meiner Meinung nach aber grundsätzlich ganz gut. Insgesamt scheint mir die EU5 sehr sportlich abgestimmt zu sein. Der Klang hat durch EU5 natürlich gelitten - weiß aber gerade beim hochdrehen durchaus noch zu gefallen. Das Patchen/ blubbern beim Verzögern ist leider komplett weg. Optisch gefällt mir der dezente Feinschliff an der EU5 ganz gut. Auch das Schwarz gefällt mir sehr gut. Das Windschild hätte man anpassen dürfen, das in Serie immer noch viel zu laut ist. Aber da gibt es ja Lösungen. Das Display sieht modern aus, zeigt aber auch keine anderen Infos als bisher. Im Gegenteil ist ja z.B. der Drehzahlmesser bei der Navifunktion weg. Die Menge an Infos war meiner Ansicht nach vorher größer. Dafür ist es jetzt aufgeräumter. Ist also mehr was für`s Auge. Das Navi selbst scheint ja Geschmacksache zu sein. Davon konnte ich mir selbst leider kein Bild machen. Der Händler hat davon aber geschwärmt. Immerhin kann man die Induktion mit einem Ladepad selbst nachrüsten. Die Lautsprecher habe ich mit DAB Radio getestet - und die waren ab 60 kmh bei voller Lautstärke schon unhörbar leise, also unbrauchbar. Das scheint mir also eher ein Rückschritt zu sein - und die Alten waren schon zu leise. Zu 95 Prozent nutze ich zwar die Helmlautsprecher, aber wenn man dafür bezahlt, sollte es doch auch einen Sinn machen? Oder kann man das vielleicht noch irgendwie lauter machen? Der höhere Leerlauf beim Anlassen ist zwar nicht so doll - aber das ist eine Sache von Sekunden. Das wäre mir persönlich somit eigentlich egal, wenn es dem Motor nicht schadet. Was mich also am ehesten stört, ist das Ansprechverhalten des Motors unter 3000 Umdrehungen. Man merkt das direkt beim Losfahren. Die EU3 geht ab Standgas vorwärts - und das tut die EU5 leider nicht. Beim Anfahren kann man ja einfach etwas mehr Gas geben. Mit dem Schiff rollt man aber durchaus häufig in diesem Drehzahlbereich. Angeblich soll die EU5 ja gerade "untenrum" stärker sein. Das kommt mir aber genau entgegengesetzt vor. Mit meiner EU3 (Die schon fast 80ßtsd auf der Uhr hat) kann ich auf der Landstraße immer sportlich im 6 bleiben, wenn ich nicht schalten will und aus der Kurve ganz locker hochziehen. Bei der EU5 fühlt es sich für mich so an, als ob die Übersetzung zu hoch wäre - was aber nicht der Fall ist. Der Unterschied ist auf jeden Fall deutlich spürbar. Das höhere Motorgeräusch verstärkt diesen Eindruck noch. Im höheren Drehzahlbereich scheint alles wie gehabt zu sein - geht also ordentlich vorwärts. Das ist so schade, weil der 6er ja gerade in allen Drehzahlen ein Prachtkerl ist.
Mich würde also gerade hier die Meinung von EU5 Besitzern interessieren. Ist das ein grundsätzliches Problem? Oder gibt es hier eine Streuung? Gibt es hier Möglichkeiten, das was am "Mapping" zu machen? Bei der EU4 gab es ja wohl auch schon digitale "Abhilfe"? Bringt ein anderer Auspuff was? War vielleicht mal jemand mit der "Neuen" auf dem Prüfstand, so dass man die Leistungskurven vergleichen könnte? Bitte teilt eure Erfahrungen hier, dafür ist so eine Forum doch da ;-) Ansonsten gute Fahrt - und vielleicht hört dieser besch.... Dauerregen ja irgendwann endlich mal auf!
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Re: Modell wechseln

Beitragvon Diesöl » 16.06.2024, 16:22

KFan hat geschrieben:
Diesöl hat geschrieben:
Gerade zum Sommeiller ganz hoch ist es echt hart, wie die Schläge da durch gehen...... nogo


genau das richtige Moped dafür... arbroller


Was hilft es denn? 95 % der Fahrstrecken deckt die GT perfekt ab, die 5 oder 10 % Schotter, Gelände /ATV TET ist dann eben Handarbeit. neenee

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Dafür gibts ja Geräte..... winkG
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Re: Modell wechseln

Beitragvon inspektorgagetto » 10.07.2024, 13:47

Leider haben sich zu meiner Enttäuschung - mit einer Ausnahme - bisher keine EU5 Fahrer zu Wort gemeldet. Dies kann entwendet bedeuten, dass es sehr wenige davon gibt oder auch wenige der Fahrer hier aktiv sind - was ja auch für eine gewisse Zufriedenheit sprechen könnte. Oder man möchte sein Wissen hier nicht teilen. Anhand der Zugriffszahlen auf diese Themen meine ich aber doch ein gewisses Interesse an den Themen ablesen zu können, wie groß der Unterschied zwischen alt und neu ausfällt. Aus diesem Grunde möchte ich meinen Kenntnisstand hier teilen. Ob sich ein Modellwechsel lohnt, muss natürlich jeder, anhand seiner eigenen Prioritäten entscheiden.

Bezüglich der grundsätzlichen Unterschiede bezüglich Optik, Fahrwerk, Scheinwerfer und dem Display wurde ja bereits viel gesagt. Es gibt hier viel Licht, aber auch Schatten. Was mir bisher zu kurz gekommen ist, sind die Unterschiede in der Motorisierung - ohne jetzt wieder eine Debatte wie zwischen EU3 und EU4 Modell lostreten zu wollen. Es gibt immer diejenigen, welchen Leistung relativ egal ist und solche, denen Drehmoment und Leistung wichtig sind.

Kurz und gut, bei meiner kürzlichen Probefahrt hatte ich das deutliche Gefühl, dass bei der EU5 Version, insbesondere im Drehzahlkeller, Drehmoment fehlt. Ich hatte subjektiv das Gefühl, die Übersetzung wäre zu hoch - das stimmt aber nicht. Leider habe ich diesbezüglich bis heute hier im Forum keine hinreichende Informationen gefunden.

Ich hatte jetzt noch einmal die Gelegenheit, die EU3 und die EU5 mit 2 Personen, gegeneinander auf der Straße zu testen - insbesondere, was Leistung, Drehmoment und Durchzug angeht. So konnten die Fahrzeuge zeitgleich und auch parallel gefahren werden. Um es kurz zu machen: Die 10 Jahre alte EU3 war in jedem Vergleich spürbar stärker. Das betrifft sowohl das zeitgleiche Beschleunigen aus niedriger Drehzahl, als auch das Verhalten beim Durchbeschleunigen. Wenn beide Fahrzeuge z.B. im 6 Gang, bei niedrigen Geschwindigkeiten (ab 50), auf Dynamik Vollgas geben, zieht die EU 3 erst langsam, dann immer stärker davon. Der Unterschied stieg sogar mit zunehmender Drehzahl. Auch beim Hochbeschleunigen aus tieferen Gängen war die EU3 deutlich stärker. Meine "Alte" K fährt übrigens exakt so wie ein gleichaltes Modell (mit deutlich weniger Laufleistung) eines Freundes, dürfte also baujahrbedingter Durchschnitt sein.

"Stärker" soll hier aber nicht heißen, dass die aktuelle K ein lahmer Gaul wäre - das ist sie sicher nicht. Gerade in höheren Drehzahlen geht sie gut. Es macht mach aber genau den Unterschied, ob man auf der Landstraße alles im 6ten bequem abspulen kann oder der Motor hier angestrengt wirkt und mal lieber herunterschaltet. Trotzdem fährt die "Neue" grundsätzlich gut - keine Frage, obwohl ich mir anhand der vollmundigen Versprechungen von BMW - gleiche Leistung und mehr Drehmoment bei niedriger Drehzahl - ein umgekehrtes Bild erhofft hatte. Zu Unterschieden zwischen EU4 und EU5 kann ich nichts sagen. Die EU 4 bin ich nie gefahren.
Es soll im Internet durch ein anderes Mapping Abhilfe geben. Ob der Motor hierdurch so rennt wie eine EU3 oder sogar besser, könnte uns nur ein Betroffener sagen. Das wäre noch eine wertvolle Info. Vielleicht äußert sich hier ja noch jemand ??

Ich habe bezüglich dieses grundsätzlichen Themas auch mit zwei BMW- Händlern längere Telefonate geführt. Als Fazit lässt sich aus meiner Sicht sagen, dass die Anpassung an EU5 eben ihren Tribut fordert - wie dies leider auch bei vielen anderen aktuellen Motorrädern der Fall ist. Youtube ist nicht ohne Grund voll von Videos, in welchen klar gesagt wird, dass den Motoren die Luft abgeschnürt wird, was eben zu Problemen beim Durchzug, Beschleunigung und mitunter Konstantfahrruckeln führt und was sich dagegen machen lässt. Die Angabe von Leistung und Drehmoment bei einer bestimmten Drehzahl für sich sagt zudem wenig darüber aus, wie der Motor diese Leistung erreicht bzw. sich bei anderen Drehzahlen verhält. Leider geht durch diese Einschränkungen - auch bei der aktuellen K - etwas an Emotionen verloren. Das mag bei so mancher Probefahrt auch den Ausschlag zwischen "Will ich haben" und "Gut, aber hat mich nicht berührt" machen. Es ist ja auch so, dass wir es seit Ewigkeiten gewohnt sind, dass die neueren Modelle immer stärker werden. Das scheint durch die neuen Abgasnormen aktuell an seine Grenzen zu kommen.

Ich hoffe ich habe dem einen oder anderen hier bei seiner Entscheidung helfen können, ob ein Wechsel auf die EU5 sich lohnt. Das Problem aus meiner Sicht ist, dass die K1600 einfach schon immer sehr gut war. Da ist ein wirklicher Quantensprung nach vorn natürlich sehr, sehr schwer. Ich persönlich bin leider weiterhin unschlüssig, weil dieses "Muss ich haben" sich irgendwie noch nicht eingestellt hat - und meine K sich so anfühlt wie eingetragen Lieblingsschuhe, die man nicht hergeben mag.

Interessant fände ich auch Erfahrungen und Kommentare von Umsteigern, was z.B. den Ausschlag gegeben hat oder dem Gegenteil, also warum man sich gegen den Kauf entschieden hat?
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Re: Modell wechseln

Beitragvon Panomatic » 10.07.2024, 19:29

Ich hatte von 2014 bis 2023 eine K1600GT Sport EU3.
Damit war ich rundum zufrieden, bis mir das Gewicht Alters- und gesundheitsbedingt zu viel wurde. Interessehalber bin ich letztes Wochenende in Garmisch bei dem BMW Motorradtagen eine EU5 probegefahren. Rein von den Fahrleistungen aus unteren Drehzahlen heraus geht die alte etwas besser. Für mich gäbe es keinen besonderen Grund von einer alten funktionierenden umzusteigen.

LG Andreas
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