Batterie am Ende

Alles rund um die Technik der K1600B - K1600GT - K1600GTL - K 1600 Grand America .

Re: Batterie am Ende

Beitragvon Urwi » 31.07.2019, 07:04

AndreGT hat geschrieben:
Chucky1978 hat geschrieben:Round abound kannst du also salopp 30% weniger Nennkapazität bei Lithium einplanen ohne einbußen bezüglich Kapazität zu haben.


Dass ist etwas zu salopp Ingo.
Oder du hast da etwas zu salopp recherchiert und bringst ,, die Drittel " durcheinander.

Bei einem LiFePo4 reicht 1/3 der Nennkapazität die die werksseitigten Gel / AGM usw haben.
Im Falle einer K16 ab MJ 2017 reicht rechnerisch ein LiFePo4 der 4,2 Ah hat ( AGM 14Ah ).
Bei den Modellen vor 2017 wären es beim LiFePo4 5,7Ah ( Gel 19Ah ).
Im Falle der Modelle vor 2017 hab ich das an meiner alten GT über 3 Jahre lang ohne das kleinste
Problem praktiziert.
So weit mein Kenntnisstand werkelt der ,,alte" LiFePo4 beim neunen Besitzer der Maschine auch jetzt
in seinem 5. Lebensjahr immer noch munter vor sich hin. ThumbUP
Gut, mein LiFePo4 hatte damals etwas mehr als 5,7Ah, ich glaube mich zu erinnern das es 6,irgendetwas
war.
Aber das war der Bauform geschuldet und dem Hintergrund das es bei den LiFePo4 nicht
jede Bauform in 1/10 Schritten gestuft gibt.

Sollte bei meier 2018er GT der AGM Schwäche zeigen hohl ich mir das Teil hier.
https://batterie24.de/JMT-Lithium-Ionen-Motorrad-Batterie-HJTX14H-FP-12V?sPartner=shopping&gclid=CjwKCAjw1f_pBRAEEiwApp0JKEuh0EoN_QHJPIai9BZ1Ntg9izXdiZ813qpBSfHN25ymVv2xcp5-pRoC7usQAvD_BwE

Der verfehlt zwar mit 48Wh und somit 4,0Ah ganz knapp die rechnerisch ermittelten 4,2Ah,
das ist aber zu vernachlässigen.
Unter Berücksichtigung das die AGM und Gel ihre volle Kapazität, auf der die Berechnung beruht, auch nur
im Neuzustand haben, reichen die 4,0Ah die der LiFePo4 auch nach Jahren noch liefert, völlig aus. ThumbUP

Aber wer mag kann sich natürlich eine 22Ah AGM einbauen und / oder seine Batterie penibel an Erhaltungsladern
,,pflegen" kiss
Für mich ist das nix.
Das Teil muß einfach nur funktionieren und über viele Jahre auch ohne Zuwendung seinen Job erledigen.
Wer das auch will, für den führt kein Weg am LiFePo4 vorbei. winkG


Alles sehr lehrreich für mich clap

Den einzigen Nachteil für mich sehe ich in der Neuanschaffung eines neuen Ladegerätes für die Li-Batterie. Jenes das ich jetzt für die Ladeerhaltung verwende, kann ich dann wohl entsorgen, oder?

vg
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Re: Batterie am Ende

Beitragvon Piccolo71320 » 31.07.2019, 08:51

Jeder hier kann ein Lied über Batterie singen die sehr lange oder kurz gehalten haben.

Solange sie die GT ohne Mühe starten kann sprich das Sixpack sofort da ist, sehe ich keinen Grund sie zu ersetzen.

Nach 5 Wochen Standzeit wird's langsam kritisch mit Starten aber im Neuzustand war mit 6 Wochen kaum nennenswert mehr.

Ich weiß dass du mit deiner ersten GT bezüglich Unterspannung wegen einer schlechten Batterie Probleme hattest.

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Re: Batterie am Ende

Beitragvon sumo » 31.07.2019, 09:05

Urwi hat geschrieben:Den einzigen Nachteil für mich sehe ich in der Neuanschaffung eines neuen Ladegerätes für die Li-Batterie. Jenes das ich jetzt für die Ladeerhaltung verwende, kann ich dann wohl entsorgen, oder?

vg
Ja.
Viele Grüße
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Re: Batterie am Ende

Beitragvon topolino_rosso » 31.07.2019, 10:02

Urwi hat geschrieben:Den einzigen Nachteil für mich sehe ich in der Neuanschaffung eines neuen Ladegerätes für die Li-Batterie. Jenes das ich jetzt für die Ladeerhaltung verwende, kann ich dann wohl entsorgen, oder?

vg


Wozu ein neues Ladegerät? Und das alte brauchst du vielleicht mal noch fürs Auto.
Beste Grüsse aus dem Säuliamt
Hans

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Re: Batterie am Ende

Beitragvon Urwi » 31.07.2019, 10:05

topolino_rosso hat geschrieben:
Urwi hat geschrieben:Wozu ein neues Ladegerät? Und das alte brauchst du vielleicht mal noch fürs Auto.


Sicher nicht winkG
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Re: Batterie am Ende

Beitragvon Chucky1978 » 31.07.2019, 12:32

Ladegeräte entsorgt man nicht, wenn diese noch gehen.

Aber ich sag mal so. Wenn man sich eine LiFePo kauft, die sagen wir 2000 Zyklen haben soll und eine Blei nur 300-500, welche im schnitt 5 Jahre halten. Lohnt sich die Anschaffung natürlich, weil rein rechnerisch du diese eine Batterie die du gekauft hast, weit über 20 Jahre im Besitz haben müsstest. Was nicht sein wird. Weil auch die Li-Akkus in Autos kommen im Schnitt vieleicht mal auf 40 volle Zyklen im Jahr, und keiner würde dort einer 10 Jahren alten Batterie noch trauen, wo zuvor ohnehin einige zellen sicherlich erneuert wurden im laufe der Garantie/Miete.

Das ist aber gar nicht die Frage.. die Frage ist, brauchst du das Teil noch... ganz klar...Glaskugel habe ich keine aber evtl. brauchst du im Winter ein neues Fahrzeug oder sonstiges, und sofern du einer derjenigen bist, die gerne gebraucht kaufen, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit genau dieses wieder benötigen. Auch wenn du nur mal auf die Idee kommst eine Batteriebetrieben Springbrunnen im Garten zu verbauen usw.. Bleibatterien sterben nicht von heute auf morgen aus.
Gruß Ingo
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Re: Batterie am Ende

Beitragvon Urwi » 31.07.2019, 12:41

Kann man eigentlich jedes Ladegerät für Li-Batterien an der Steckdose der GTL verwenden oder muss man etwas beachten?
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Re: Batterie am Ende

Beitragvon Chucky1978 » 31.07.2019, 12:49

AndreGT hat geschrieben:
Chucky1978 hat geschrieben:Round abound kannst du also salopp 30% weniger Nennkapazität bei Lithium einplanen ohne einbußen bezüglich Kapazität zu haben.


Dass ist etwas zu salopp Ingo.
Oder du hast da etwas zu salopp recherchiert und bringst ,, die Drittel " durcheinander.

Bei einem LiFePo4 reicht 1/3 der Nennkapazität die die werksseitigten Gel / AGM usw haben.
Im Falle einer K16 ab MJ 2017 reicht rechnerisch ein LiFePo4 der 4,2 Ah hat ( AGM 14Ah ).
Bei den Modellen vor 2017 wären es beim LiFePo4 5,7Ah ( Gel 19Ah ).
Im Falle der Modelle vor 2017 hab ich das an meiner alten GT über 3 Jahre lang ohne das kleinste
Problem praktiziert.
So weit mein Kenntnisstand werkelt der ,,alte" LiFePo4 beim neunen Besitzer der Maschine auch jetzt
in seinem 5. Lebensjahr immer noch munter vor sich hin. ThumbUP
Gut, mein LiFePo4 hatte damals etwas mehr als 5,7Ah, ich glaube mich zu erinnern das es 6,irgendetwas
war.
Aber das war der Bauform geschuldet und dem Hintergrund das es bei den LiFePo4 nicht
jede Bauform in 1/10 Schritten gestuft gibt.

Sollte bei meier 2018er GT der AGM Schwäche zeigen hohl ich mir das Teil hier.
https://batterie24.de/JMT-Lithium-Ionen-Motorrad-Batterie-HJTX14H-FP-12V?sPartner=shopping&gclid=CjwKCAjw1f_pBRAEEiwApp0JKEuh0EoN_QHJPIai9BZ1Ntg9izXdiZ813qpBSfHN25ymVv2xcp5-pRoC7usQAvD_BwE

Der verfehlt zwar mit 48Wh und somit 4,0Ah ganz knapp die rechnerisch ermittelten 4,2Ah,
das ist aber zu vernachlässigen.
Unter Berücksichtigung das die AGM und Gel ihre volle Kapazität, auf der die Berechnung beruht, auch nur
im Neuzustand haben, reichen die 4,0Ah die der LiFePo4 auch nach Jahren noch liefert, völlig aus. ThumbUP

Aber wer mag kann sich natürlich eine 22Ah AGM einbauen und / oder seine Batterie penibel an Erhaltungsladern
,,pflegen" kiss
Für mich ist das nix.
Das Teil muß einfach nur funktionieren und über viele Jahre auch ohne Zuwendung seinen Job erledigen.
Wer das auch will, für den führt kein Weg am LiFePo4 vorbei. winkG


Ich schmeisse natürlich gerne Zahlen durcheinander. Aber hier denke ich nicht.

Lithium soll meiner Info nach nur bis auf 80% entladen werden. Danach wird die Zelle geschädigt.
Eine Bleibatterie ist in der Lage round abound 50% abzugeben bevor man sie "ausdrückt" wie einen Schwamm. Einfach gesprochen.
Sind 30% bei diesen Werten. Je geringer die Last am Ende ist, desto weniger Problematisch ist natürlich die weitere Entladung. Aber rein von der Pflege her, würde ich vermeiden unter diese Werte zu gehen.
ist also eine 4Ah Lithium bedeutet 80% von 4Ah. Während ich bei 12Ah Blei 50% nutzen kann ohne sie zu schädigen.
Also ganz simpel 4*80/100 und 12*50/100. Hier schneidet die Lithium schlechter ab. Und das ist bei fahrzeugen, und das hört man ja immer wieder, zu 90% ihrer Lebenszeit nur rumstehen nicht optimal. Daher rühren meine 30%

Das die Lithium mit 80% Entladung immer noch mehr Spannung hat als eine Blei mit 50% Entladung, ist für mich Fluch wie auch Segen zugleich. Mein Anlasser dreht aber noch mit 9-10V. Bedeutet die so hohe Spannung braucht man theoretisch nicht unbedingt, ist aber natürlich komfortabel. Man kann das vergleichen mit elektr. Fensterhebern. Früher hat man die nicht gebraucht um die Fenster im KW zu öffnen, aber es war unheimlich komfortabel, aber wirklich nötig waren sie nie und sind sie bis heute nicht, aber keiner will jett nach 20,30 Jahre mehr drauf verzichten.. ich ja auch nicht. Wobei die Macken am Handrücken aufgrund von CDs und Kasetten in der Türablage fehlen mir doch schon ab und zu. :-)

P.S.: Entweder putze ich langsam mal meine tatstur, oder ich muss dafür sorgen, das weniger Asche in die hineinfällt :-)
Gruß Ingo
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Re: Batterie am Ende

Beitragvon AndreGT » 31.07.2019, 13:55

Hi Ingo,
ich denke wir haben aneinander vorbei geredet. ;-)

Ich spreche von der notwendigen Kapazität eines LiFePo4 v.s einer AGM oder Gel Batterie.
Du sprichst von der möglichen Entladung der ,,Rivalen".
Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.
Zwar ist beides richtig, führt aber bei weniger im Thema stehenden Leuten eher zur Verwirrung
als zur Aufklärung.
Einen intakten LiFePo4 in einem intakten Motorrad, selbst wenn der Akku schon einige Jahre alt ist,
auf 80% oder weniger zu kommen, da muss die Maschine schon mehr als 1 Jahr nicht bewegt werden.
Bei einem AGM oder Gel ,,Rivalen" reichen da im Neuzustand schon weniger als 2 Monate aus.

Hier in unseren Breiten und bei einer 95% Nutzung des Motorrades als Freizeitgefährt bei
Temperturen oberhalb des Gefrierpunktes, ist die Zeit der konventionellen Batterien eigentlich
abgelaufen.
Sie bieten nichts was sie gegenüber einem LiFePo4 wirklich interessant macht.
Selbst beim Thema Preis haben sie kaum noch einen Vorteil, siehe dazu meinen Link weiter vorn.
Warum sollte man dann im Bedarfsfall noch die alte Technik einsetzen wenn man nicht gerade
als Winterfahrer an den Polarkreis will oder wie in alten Zeiten auch bei -10°C und darunter,
die tägliche Strecke zur Arbeit damit bewerkstelligt.
Alles hat nun mal seine Zeit und die Zeit der AGM und Gel ist zumindest beim Motorrad in den
meisten Fällen abgelaufen. winkG
Beste Grüße aus dem Harz
André


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Re: Batterie am Ende

Beitragvon topolino_rosso » 31.07.2019, 17:32

Urwi hat geschrieben:Kann man eigentlich jedes Ladegerät für Li-Batterien an der Steckdose der GTL verwenden oder muss man etwas beachten?


Keine Ahnung. Seit ich einen LiFePo in der K habe, habe ich nie mehr ein Ladegerät angehängt und besitze auch keines für diese Spezifikation. Das sind jetzt 4 Jahre.
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Re: Batterie am Ende

Beitragvon AndreGT » 31.07.2019, 19:33

topolino_rosso hat geschrieben:Keine Ahnung. Seit ich einen LiFePo in der K habe, habe ich nie mehr ein Ladegerät angehängt..


Ging mir genau so. ThumbUP
Hatte mir zwar eins zugelegt, aber mehr als einen Funktionstest hat es an der 16er damit nicht gegeben.
Dafür läd es jetzt vor und nach dem Winter den Akku vom Simson S51. :lol:
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André


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Re: Batterie am Ende

Beitragvon Chucky1978 » 31.07.2019, 23:26

AndreGT hat geschrieben:Hi Ingo,
ich denke wir haben aneinander vorbei geredet. ;-)


Nein das haben wir tatsächlich nicht. Ich bin aber auch nicht auf streit aus keine Sorge.
Den ganzen Text hier kann man fast überlesen. Der letzte Absatz, stammt allerdings aus regulären Batterieangaben in Wh bei AGM wie auch Lithium wie LiFePo. Und unabhängig von dem was ich für eine Meinung diesbezüglich habe, allein diese zahlen sprechen eigendlich etwas ganz anderes als ich von dem "Hype" bisher gewohnt bin. Hab nie gerlernt mich kurz zu fassen. Ist also kein Fingerzeig, aber der Weg zum Ziel macht ja am meisten spass

Thema Batterie ist in einigen Foren aktuell Thema und ich hab aktuell gar keine Übersicht wo ich was geschrieben habe, weil es tatsächlich irgendwie doch irgendwo um was anderes ging.

Deswegen mit der Gefahr mich zu wiederholen, und aufgrund vielleicht falscher Annahme durch Aussagen anderer auf die mehrheit beziehe.

Meine Haltung ist, das Kapazität zu den TOP3-Eigenschaften einer Batterie gehört in Fahrzeugen, die recht genau genommen in den meisten Fällen 30 Minuten am Tag gefahren werden, und 23,5 Stunden täglich stehen.
Bei einem Motorrad ist das etwas krasser, da diese womöglich nicht täglich gefahren werden wo die 23,5 Stunden Entladung wieder aufgefrischt werden. Motorräder können auch im Sommer Monate stehen.

Und hier nur zu sagen Blei-Batterien verlieren 1% je Tag der Kapazität zzgl. des Ruhestroms durch DWA, Uhr usw. stimmt, aber bei Lithium ist das bis auf die 1% je Tag genau das selbe. Hier ist halt nur statt 1% am Tag, ich sag mal, 3% im jahr. Aber diese angenommenen 3% nur im "Labor". Stichwort Lagerspannung.

Ich kann mich hier immer nur wieder einem Dreisatz bedienen der Kapazität/Ruhestrom aussagt.
Die Lithium ist ohne Frage einer Bleibatterie prinzipeil erstmal überlegen, wenn man nicht an der falschen stelle Einsparungen macht. Unterlegen ist sie vermutlich in verschiedenen Punkten auch wie Umwelt oder Frost, aber ich wähle nicht Grün.

Ein simples Beispiel weil es in letzten Wochen/monaten das Thema GT gab. Wenn meine Kiste nach ich sag mal 2 Wochen nicht mehr anspringt, wo eine Bleibatterie (neu) mit 12Ah verbaut ist. Wird sie gerade mit einer LiFePo und 4Ah auch nicht mehr anspringen. Da geht es nicht um die Selbstentladung, sondern um den Ruhestrom.
Ich sage dann auch immer mA sind keine Watt. Ich kenne die Spannunglinie jetzt nicht von einem LiFePo aus dem Kopf, aber die ist höher ganz klar, und bei 12,8V liegt der Ruhestrom niedriger als bei 12,0V. Da macht die LiFePo vermutlich nochmal den ein oder anderen Tag gut. Aber ich verwehre mich den Aussagen, das wenn eine Bleibatterie nach 6 Wochen Tot war, das dies mit einer LiFePo nie passiert. Allein schon der Vergleich einer alten vermutlich noch dazu ungepfelgten Bleibatterie gegenüber einer Lithium ist schon mehr als unfair.

Und so wie Lithium aktuell im Hype steht, darf sie für mich keinen Mangel haben, und für meinen Teil, wenn mir ein Verkäufer die Vorteile vorhält, und das sind unter anderem die Zyklen welche bis sogar auf 5000 Zyklen kommen soll, darf es nicht EINE Batterie geben, die innerhalb von 20 Jahren kaputt geht. Nicht eine. Weil da bin ich jetzt auch etwas penibel. Es gibt wohl hersteller die geben 10.000 Zyklen an bei geringer Entladung, also Starterbatterien. Aber selbst 2000 Zyklen bedeutet mal ganz grob gerechnet bei einer Batterie die tatsächlich belastet wird, das diese in einem E-Auto welches 15.000 Km im Jahr fährt, knapp 38 mal die Ladestation sehen muss, wenn die Reichweite angenommen 400 Km betragen würde. Das bedeutet nach 52 Jahren wäre der Akku platt oder wie man es auch gern liest erst bei so 40% Verschleiß, hätte also nch 60% der nennkapazität. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, das da draussen aktuell E-Fahrzeige rum fahren, die auch nur 10 Jahre alt sein werden, wo nicht mal ne Zelle ausgetauscht wurde, und das dürfte theoretisch gar nicht sein. Genauso wenig wie es sein dürfte das ich innerhalb von 5 Jahren 2 mal auf dem Klo oder im Flur eine LED-Lampe auswechseln muss, die angeblich 50.000 Stunden oder 8000 Schaltvorgänge hat, wobei sie nur 2 mal täglich geschaltet wird und vielleicht maximal 12 Stunden am Tag leuchtet.

Die Batterie ist schon gut, aber so eine Art von Hype macht mich zeitgleich auch schon sehr kritisch, vielleicht auch etwas übersensibel. Es stimmt aber schon, das eine Bleibatterie in einem E-Auto z.B. absoluter Schrott wäre im direkten Vergleich zu einem Lithiumkandidaten, egal ob LiPo, LiIo oder LiFePo usw.

Ich lasse mich aber auch gerne belehren. Ich weiß bei weitem nicht alles, und bin auch hier und da gerne auf dem falschen Dampfer, aber bisher (mein Eindruck), basiert der Hype in einem öffentlichem Forum wie unter anderem diesen, nur auf 3 Punkten
Zum einen Emotion. Man hat was neues was unheimlich gut sein MUSS und es zumindest einen sehr guten EINDRUCK hinterlässt.
Zum anderen Leute die ebenfalls von dieser Technologie profitieren, durch Verkauf dieser Produkte z.B. was aber zeitgleich natürlich auch bedeuten kann das sie davon überzeugt sind, das stelle ich gar nicht in abrede. Und vermutlich nichtmal zuletzt, wenn man etwas oft genug gehört hat, glaubt man es eher.

Das heißt nicht das ich hier defintiv richtig liegen muss oder gar werde. das heißt nur, bis heute konnte mir noch keiner Nachweisen, das z.B. Wenn mein Fahrzeug mit einer neuen Batterie (AGM) bei 12,8V, 50mA Ruhestrom hat, und aufgrund dessen mein Mopped in 2 Wochen eine Tiefentladene Batterie hat. Das durch den Einsatz eines LiFePos mit gerade mal 30% vieleicht 35% der Nennkapazität des Bleiakkus, die Kiste in 3 oder gar 4 Wochen noch startet. Zumindest das ist genau das was mir wohl suggeriert werden soll, das ich wohl nicht nur weniger Gewicht benötige, sondern auch mit viel weniger Energie viel weiter kommen soll. Und genau komme ich da nicht mehr mit. ABer wie gesagt, mA sind keine Watt, und ich kenne leider niemanden der gerade weiß, wieviel Wh ein z.B. 12Ah Bleiakku hat. Weil genau diese Angabe wäre mit Ausnahme von Garantien die über 10,20 Jahre geht das einzige, was mich davon überzeugen könnte, wenn mir jemand zeigt, das eine LiFePo der 4Ah-Klasse welche ~48Wh hat ganz klar besser ist, weil eine 12Ah-AGM Batterie nur 47 und weniger Wh hat.

Und hier auch ein Beispiel mit der schnellen Google-Suche. Eine Batterie AGM von Exide der EP-Reihe hat bei 50Ah 450Wh als Bleibatterie. Würde man also diese 30% nehmen das man aus einer 12Ah AGM eine 4er LiFePo machen kann, also aus einer 50Ah AGM eine 15Ah Lithium, suche ich nach einer 15Ah Lithium und sehe 192Wh. Rein Mathematisch haut das für mich also tatsächlich nicht hin. Weder in Watt noch in mA, das eine so drastische reduzierung der Nennkapazität von 12Ah auf 4Ah, Vorteile bringen. Wenn ich also so eine drastische Reduzierung von in dem beispiel 450Wh auf runter 192Wh habe, kann mir keiner erzählen, das mein Mopped nun über ein jahr lang stehen kann, wenn es vorher nach 2 Wochen oder auch 6 Monaten nicht mehr ansprang, nur weil da Lithium drauf steht. Das tatsächlich Problem ist hier tatsächlich, das bei Bleibatterien die Wh-Angabe nie Standard war. das macht es sehr leicht, die Bleibatterie schlechter zu reden, als sie tatsächlich ist, und am ende zu sagen das die besagten Batterien die man dann doch mal gefunden hat, nur Ausnahmen sind, weil man z.B. keine 50Ah Batterie n Mopped baut oder sonstige Totschlagargumente. Aber das wäre tatsächlich das wo ich nachgeben müsste, und ich denke ich habe auch schon gesagt, das beim tausch einer z.B 12Ah Batterie nur Vorteile hat, wenn man eine z.B. 7er Lithium einbaut. Zumindest die Wh geben mir da recht.. glaube ich. Und die Wh ist wie gesagt eine der TOP3-Kriterien, da wir scherzhaft gesagt, mittlerweile gerne auch mal hören, das wir mehr Standzeuge haben und keine Fahrzeuge. So ganz unrichtig ist diese aussage ja auch nicht.

P.S.: Oder ganz kurz. Ich bin nur strikt gegen die Behauptung, das man eine 12er AGM gegen eine 4Ah tauschen kann und keinerlei nachteile hat in Form von Energie. Also diese 65-70% Nennkapazitätsreduzierung nur aufgrund des tausch von AGM auf Li-sonstwas.
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Re: Batterie am Ende

Beitragvon Duese » 03.08.2019, 15:15

Ingo, vielleicht ist es die höhere Spannungsstabilität oder der höhere C-Wert, der geringere Innenwiderstand.
Habe immer 19Ah Akkus drin und bleibe dabei, solange die wesentlich günstiger sind als LiPoFe4 Akkus.
Wie stabil die Spannung über einen sehr weiten Bereich bleibt, ist aber definitiv ein Vorteil des LiPoFe4 Akkus, vermutlich kann er auch kurzfristig höhere Ströme abgeben. Auf jeden Fall ist er unempfindlicher als ein Bleiakku, den kann man schon langsam killen, wenn man ständig und ohne Not lädt.
Muss ja einen Grund haben, dass die GT von André damit gut anspringt.

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Re: Batterie am Ende

Beitragvon topolino_rosso » 16.01.2020, 18:43

Update zur Batteriediskussion:

Gestern ist die K16 mit der 2 Jahre alten LiFePo4-Batterie nach 1 Monat Winterpause für eine Batterieladerunde angesprungen, als ob ich sie erst am selben Vormittag abgestellt hätte.

In meinem Cabrio steckt eine ebenfalls 2-jährige Bleibatterie (nicht eine billige vom Baumarkt, sondern eine für CHF 331 vom Fachmann). Die hatte sich im selben Monat tiefentladen und machte keinen Mucks mehr, ais ich die nächste Batterieladerunde hätte fahren wollen. Im Moment hängt sie am Ladegerät, hoffentlich ist sie noch zu retten.

Ich werde wohl demnächst eine LiFePo4 auch fürs Auto suchen müssen. Nicht ganz billig, aber alle 2 Jahre eine neue Batterie kostet auch Geld. cofus
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Re: Batterie am Ende

Beitragvon AndreGT » 16.01.2020, 19:04

Gäääääähn. winkG
Ich hätte vom LiFePo4 auch nichts anderes erwartet. ThumbUP

Falls es dir mit dem Cabrio ernst ist, schau mal hier.
https://greenakku.de/Batterien:::7.html
Hab dort 2 Stück 100Ah für unseren Van gekauft.
Beratung und Ware 1A. ThumbUP
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